Aktionstage Elektromobilität 20.-21.04.2018

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken lädt Sie im Rahmen der Solar- und Energietage 2018 am Freitag 20.04.2018 ab 15:00 Uhr herzlich ein zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Entwicklung der Elektromobilität in der Region Heilbronn-Franken“. In der Expertenrunde werden Vertreter der Automobilbranche, des Energieversorgers und der Verwaltung diskutieren, welche Chancen die Verbreitung der Elektromobilität in der Region bringt und welche Herausforderungen und Hemmnisse bewältigt werden müssen. Erreichen möchten wir einen Austausch von persönlichen Erfahrungen begeisterter Elektromobilisten sowie Informationen zur zukünftigen Verbreitung der Elektromobilität in der Region Heilbronn-Franken. Wir geben Ihnen dabei die Gelegenheit, die Mobilität der Zukunft kennenzu lernen. Am Samstag, 21.04.2018 veranstaltet die Handwerkskammer in ihrem Bildungs- und Technologiezentrum im Industriegebiet Böllinger Höfe eine Fahrzeugschau Elektromobilität. Zahlreiche Aussteller präsentieren ihre aktuellen Angebote an Hybrid- und Elektrofahrzeugen, Motorrädern, Roller und E-Bikes.

Der Eintritt ist frei.

 

Podiumsdiskussion

Freitag, 20.04.2018 von 15:00 bis 17:00 Uhr

15:00 Uhr: Grußwort: Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken

15:10 Uhr: Keynote: Michael Ruprecht, e-mobil BW GmbH

15:30 Uhr: Diskussion; Moderation: Michael Ruprecht, e-mobil BW GmbH

17:00 Uhr: Ausklang der Veranstaltung bei einem gemütlichen Vesper

Diese Experten nehmen an der Podiumsdiskussion teil:

  • Kreishandwerksmeister Michael Szabo als Vertreter des Handwerks
  • Lars Ehrenfeld als Vertreter des Energieversorgers ZEAG
  • Burkhard Snapa vom Autohaus Hagelauer als Elektromobilist und Vertreter der Autohäuser
  • Florian Baasch, Stadt Heilbronn, Stabstelle Stadtentwicklung und Zukunftsfragen
  • Vorstand des Vereins Elektromobilität Heilbronn-Franken e.V.

Erlebniswelt Elektromobilität

Samstag, 21. April 2018 von 9:00 bis 15:00 Uhr

Angesprochen werden bei dieser Autoschau Handwerker aller Gewerke, die ihre Fahrzeugflotte auf Elektroautos umrüsten möchten. Ebenso wollen wir Elektroinstallateure über den rasch wachsenden Markt an Ladeinfrastruktur informieren sowie Privatpersonen für alle Arten elektrischer Antriebe begeistern. Zahlreiche Autohäuser verschiedenster Fabrikate stellen ihre Fahrzeuge aus und für Probefahrten zur Verfügung. Erfahrene Elektromobilisten beraten Sie, wie Sie sich im Alltag praktisch und umweltfreundlich fortbewegen können.

 

Vorträge:

10:00 bis 10:45 Uhr Netzintegration der Elektromobilität: Fachinformation für das Elektrohandwerk und interessierte Nutzer

Tomislav Boras, ZEAG Energie AG

11:00 bis 11:45 Uhr Elektrofahrzeuge im Alltag: Anleitung, Tipps und Erfahrungsbericht

Burkard Snapa, Autozentrum Hagelauer

12:00 bis 12:45 Uhr Ladeinfrastruktur für Elektromobilität in Verbindung mit Photovoltaik

Bernd Dittmann, Widmann Energietechnik GmbH

 

Wir freuen uns, Sie auf der Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.

Elektromobilität Heilbronn-Franken e.V. beteiligt sich am „Freiburger Appel zum Klimaschutz“

Kongress Energieautonome Kommunen 2018
1. + 2.2.2018, Messe Freiburg

Kongress Energieautonome Kommunen verabschiedet „Freiburger Appel zum Klimaschutz“

Dokument fordert für Koalitionsverhandlungen: „Klimaschutz ist nicht verhandelbar – Klimaziele 2020 umsetzen“ – Kongress mit zahlreichen Beispielen für kommunal erfolgreich umgesetzte Energiewende

Freiburg, 02. Februar 2018 – Mit der Verabschiedung des „Freiburger Appell zum Klimaschutz“ ging heute nach zwei Tagen der 7. Kongress Energieautonome Kommunen (EAK) auf dem Freiburger Messegelände zu Ende. Im Hinblick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen fordern die Unterzeichner von CDU/CSU und SPD, sich endlich konsequent für den Klimaschutz einzusetzen und mit effektiven Maßnahmen dafür zu sorgen, dass die Klimaziele für 2020 und 2030 erreicht werden.

Der EAK zeigte mit über 50 vorgestellten Projekten, wie die Energiewende auf kommunaler Ebene bereits erfolgreich umgesetzt wird. „Aber wenn die Kohleverstromung auf nationaler Ebene nicht deutlich reduziert wird, werden alle Klimaschutzerfolge auf lokaler Ebene wieder zunichte gemacht“, resümiert Dr. Harald Schäffler, der fachliche Kongressleiter.

Zentrales Anliegen des Kongresses Energieautonome Kommunen war der fachliche Austausch zwischen den Akteuren der lokalen Energiewende mit dem Ziel, die Umsetzung der Energiewende zu beschleunigen. Hierfür stellten über 50 Referenten in zwölf Praxisforen ihre Projekte und Lösungen für die Bereiche, Strom, Effizienz, Wärme und Verkehr vor. Über 220 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzten die Gelegenheit, sich zu vernetzen und Erfahrungen auch über Ländergrenzen hinweg auszutauschen.

Die intensiven Diskussionen des EAK fanden ihren Niederschlag in dem Freiburger Appell. Die Unterzeichnet vertreten das ganze Spektrum der kommunalen Energiewende, darunter sind Kommunen, Stadtwerke, Bürgerenergiegenossenschaften, Wohnungswirtschaft, Forschungseinrichtungen, Gewerbe, Handwerk, Dienstleistungsunternehmen, Technologieunternehmen, Vereine, Initiativen und Verbände.

In dem Appell stellen die Unterzeichner fest: „Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz reduzieren dauerhaft Energiekosten, schaffen Arbeitsplätze und sichern die Zukunft der nachfolgenden Generationen. Das beweisen die Akteure auf kommunaler Ebene im Strom-, Wärme- und Verkehrsbereich in tausenden von Initiativen und Projekten. Die ungebremste weitere Kohleverstromung hingegen konterkariert all diese Initiativen und Projekte auf kommunaler Ebene.“

Verschleppter Klimaschutz koste Milliarden, so der Appell. Kosten, mit denen vor allem die Bürger, Kommunen, Firmen und Organisationen belastet werden, die die Energiewende seit Jahren finanzieren und auf kommunaler Ebene umsetzen. Deshalb fordern die Unterzeichner, dass die Klimaschutzziele für 2020 nicht verschleppt werden dürfen, sondern effektive und nachhaltige Maßnahmen beschlossen werden müssen, mit denen die Ziele für 2020, 2030 und 2050 umgesetzt werden können.

In der Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität sehen die Initiatoren des Freiburger Appells enorme Effizienzpotentiale, insbesondere auf lokaler Ebene. Deshalb fordern die Unterzeichner „die Beendigung der ungleichen steuerlichen Belastung des Stromsektors im Vergleich zum Verkehrs- und Wärmesektor durch die Einführung einer wirkungsvollen CO2- Abgabe auf alle Energieträger. Mit den Einnahmen aus der CO2-Abgabe sollen im Gegenzug bestehende Steuern, Abgaben und Umlagen, wie zum Beispiel die EEG-Umlage, die Stromsteuer und die Energiesteuer auf Heizöl und Heizgas, finanziert und dadurch die Verbraucher entlastet werden.“

In Kreisen, Städten und Gemeinden stehen Millionen Gebäude für die Energiewende zur Verfügung. Deshalb fordert der Appell, den Ausbau der Erneuerbare Energien auch verbrauchsnah auf kommunaler Ebene zu forcieren, anstatt nur Ausschreibungen für Großanlagen auf nationaler Ebene unter Netzeinspeisevorbehalt zu planen. Denn dieser Ausbau könne sofort und ohne zusätzlich Netzausbaukosten für die Bürgerinnen und Bürger realisiert werden. Hierfür fordern die Unterzeichner die Beseitigung der regulatorischen Hemmnisse insbesondere für Mieterstrom und für private, kommunale und gewerbliche Gebäudeeigentümer.

Veranstalter des Kongresses Energieautonome Kommunen sind die Solar Promotion GmbH, die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG sowie der fesa e.V. Erstmals als Mitveranstalter fungierte schäffler sinnogy aus Freiburg. Geschäftsführer Dr. Harald Schäffler hat 2018 die fachliche Kongressleitung übernommen.

Den Freiburger Appell mit allen unterzeichnenden Institutionen und Personen ist hier abrufbar.

„Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“: Bundesregierung veröffentlicht Förderrichtlinien für alternative Antriebe

Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen ihres Sofortprogramms „Saubere Luft 2017-2020“ belastete Städte und Kommunen durch neue Förderrichtlinien für mehr schadstoffarme Fahrzeugflotten, die Umstellung auf alternative Antriebe und mehr Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität. Dafür wurden heute im Bundesanzeiger die aktualisierte Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), und die neue Richtlinie „Elektro-mobil“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Förderung und Entwicklung der Elektromobilität veröffentlicht.

Mit der aktualisierten Förderrichtlinie Elektromobilität fördert das BMVI die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und die dafür erforderliche Ladeinfrastruktur. Das Antrags- und Bewilligungsverfahren wurde vereinfacht, so dass die Projekte noch schneller umsetzbar sind. Zudem soll das Förderprogramm finanziell aufgestockt werden. Anträge können ab sofort bis 31. Januar 2018 eingereicht werden.

Unterstützt werden kommunale Fahrzeugflotten, zum Beispiel Abfall-Entsorgungsfahrzeuge, und der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), zum Beispiel Elektrobusse. Die Beschaffung von Elektrofahrzeugen im Taxigewerbe und bei Car-Sharing-Unternehmen wird ebenfalls gefördert. Antragsberechtigt sind neben Kommunen auch Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, zum Beispiel Lieferdienste, Handwerker, soziale Kranken- und Pflegedienste – sofern die Kommune bestätigt, dass das geplante Vorhaben Teil eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes ist.

Die neue gemeinsame Förderrichtlinie von BMUB und BMWi zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich Elektromobilität hat das Ziel, die energie- und klimapolitischen Potenziale der Elektromobilität zu erschließen und gleichzeitig die Wettbewerbsposition deutscher Industriebranchen zu stärken.

Im Kontext des Sofortprogramms wird auf Basis dieser Förderrichtlinie die Beschaffung gewerblich genutzter Elektrofahrzeuge (zum Beispiel Handwerker, Lieferdienste, Taxibetriebe) unterstützt, die nicht Teil eines kommunalen Elektromobilitätskonzepts sind. Die zweite Säule ist die Förderung von Projekten, die Ladekomfort, Verfügbarkeit und Auslastung von Ladeinfrastruktur verbessern und mobile Elektroauto-Batterien intelligent an das Stromnetz anbindet, zum Beispiel durch Lastmanagement. Dadurch kann Ladeinfrastruktur im urbanen und ländlichen Raum kurzfristig entstehen, zum Beispiel auf Betriebshöfen, in Parkhäusern, Low Cost Ladeinfrastruktur und Mobile Metering-Ladepunkten. Ein konkretisierender Förderaufruf folgt.

Über das Sofortprogramm „Saubere Luft 2017-2020“

Der Bund hat auf dem zweiten Kommunalgipfel am 28. November 2017 mit dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ ein Maßnahmenpaket für bessere Luft in Städten aufgelegt. Für das Sofortprogramm steht ab sofort 1 Milliarde Euro bereit. Gegenstand des Programms sind Maßnahmen für die Elektrifizierung des urbanen Verkehrs und die Errichtung von Ladeinfra-struktur, für die Digitalisierung von Verkehrssystemen sowie zur Nachrüstung von Diesel-Bussen im ÖPNV mit Abgasnachbehandlungssystemen. Alle Maßnahmen sollen bis 2020 Wirkung entfalten. Das Sofortprogramm soll soweit möglich auf Grundlage der bestehenden Förderrichtlinien des Bundes umgesetzt werden. Bestehende Förderprogramme werden finanziell aufgestockt.

 

15.12.2017 | Pressemitteilung Nr. 383/17 | Luftreinhaltung
Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

eMERGE II: 400.000 Kilometer rein elektrisch

  • Forschungsprojekt zur Elektromobilität erfolgreich beendet
  • 2,8 Millionen Euro Förderung durch das BMVI
  • 122 Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz beteiligt
  • Abschlussveranstaltung nach fast dreijähriger Projektlaufzeit

Berlin. Wie bewährt sich Elektromobilität in der Praxis? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Forschungsprojekts eMERGE II, das von Januar 2015 bis September 2017 durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 122 Pioniere der Elektromobilität daran teil und legten innerhalb des Projekts rund 400.000 Kilometer rein elektrisch zurück. Dabei wurden rund 620 GB Fahr- und Ladedaten gesammelt und regelmäßige Teilnehmerbefragungen durchgeführt. Diese stehen der Entwicklungsabteilung der Daimler AG und der universitären Forschung zur Verfügung.

Der mehrjährige Praxistest wurde im Erich-Klausener-Saal des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin feierlich abgeschlossen. Mehr als 50 Zuhörer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik folgten den Vorträgen der Projektpartner, die ihre Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt vorstellten und ihre Erfahrungen mit den Kunden diskutierten. Im Rahmen des Flottentests arbeiteten fünf Kooperationspartner aus Industrie und Forschung zusammen, um das Fahrverhalten der Teilnehmer zu analysieren und den Markterfolg der Elektromobilität weiter voranzutreiben. Partner waren die Daimler AG, das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), die RWTH Aachen, die TU Berlin (mit den Fachgebieten ODS, SWT, WIP) und die Universität Siegen. Gefördert wurde das Projekt eMERGE II im Programm Modellregionen Elektromobilität des BMVI mit 1,9 Millionen Euro. Beide eMERGE-Projekte erhielten Fördermittel in Höhe von 2,8 Millionen Euro. Koordiniert wurden die Projekte von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH).

Die gewonnenen Daten sind wichtiger Bestandteil der Entwicklung zukünftiger batterieelektrischer Fahrzeuge. Analysiert wurden

  • die mechanischen Belastungen im Fahrzeug. Die realen Fahrdaten helfen, Entwicklungsvorgaben zu validieren.
  • Geschäftsmodelle sowie Kommunikationsstrategien, die dazu beitragen, die Elektromobilität langfristig am Markt zu etablieren.
  • Infrastruktur-Daten, die in konkrete Handlungsempfehlungen an die öffentliche Hand zur zielgerichteten Förderung und Allokation von Ladesäulen mündeten.

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär, erklärte aus Sicht des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Wir wollen mehr Mobilität bei weniger Emissionen. Deshalb unterstützen wir Projekte, die sich mit alternativen Antrieben befassen. Das Projekt eMERGE ist wegweisend: Die hier gewonnenen Daten sind wertvoll für die Entwicklung zukünftiger batterieelektrischer Fahrzeuge.“

An eMERGE II nahmen insgesamt 122 Privatkunden und Unternehmen aus ganz Deutschland mit Elektrofahrzeugen von Mercedes-Benz teil. Der rein elektrische B 250 e (Stromverbrauch gewichtet: 16,6 kWh/100 km, CO2-Emissionen: 0 g/km) und die Plug-in-Hybrid-Modelle C 350 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,1 l/100 km, Stromverbrauch gewichtet: 11,0 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 48 g/km) und E 350 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,1 l/100 km, Stromverbrauch gewichtet: 11,5 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 49 g/km) wurden mit einem Datenlogger ausgerüstet, der das tägliche Fahrverhalten der Kunden aufzeichnete. Darüber hinaus haben Mitarbeiter der Universitäten die Teilnehmer regelmäßig in Interviews und mit Fragebögen befragt.

eMERGE II war die Weiterentwicklung von eMERGE. In diesem Vorgängerprojekt wurde von Mai 2013 bis Juni 2015 untersucht, wie sich die Elektromobilität optimal in die Verkehrssysteme und den Alltag integrieren lässt. Der Schwerpunkt damals lag bei der Analyse des Fahr- und Ladeverhaltens von 146 Privat- und Geschäftskunden des smart fortwo electric drive aus Berlin, Potsdam und Nordrhein-Westfalen, die während der Projektzeitraums über eine Million Kilometer zurücklegten.

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(Bild: E350 e Exklusiv, designo diamantweiss, Nappa Nussbraun/Espressobraun)

Deutschlands Top 10 beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in den Städten

Freie Fahrt für Elektroautos: Bei der Gesamtzahl der Stromtankstellen liegt Hamburg unter den deutschen Städten auf Platz Eins. Im Bundesländer-Vergleich ist Bayern führend.

Wer mit einem Elektrofahrzeug längere Strecken fährt oder außerhalb der eigenen Stadt unterwegs ist, kennt das Problem: Wo ist die nächste Steckdose? In Hamburg fällt die Suche leicht: Die Hansestadt verfügt inzwischen über 774 Ladesäulen. Damit ist Hamburg Spitzenreiter unter den deutschen Städten beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Danach folgen Berlin mit 628 und Stuttgart mit 402 Stromzapfsäulen. Das ergab eine aktualisierte Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Insgesamt stehen den knapp 100.000 voll- oder teilelektrisch betriebenen Autos in Deutschland fast 11.000 öffentlich zugängliche Steckdosen für E-Mobile gegenüber. Rechnerisch kommen damit neun Fahrzeuge auf eine Zapfsäule. Der Ausbau der Infrastruktur geht also dem Aufbau der Flotte voraus. Großstädte und Ballungsräume werden zuerst mit der Infrastruktur versorgt, weil hier auch die meisten E-Autos fahren.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat erst vor kurzem die 600. öffentlich zugängliche Stromtankstelle in der Hansestadt eröffnet. (Da der BDEW auch öffentlich zugängliche Ladestationen auf privatem Grund wie zum Beispiel in Parkhäusern oder auf Supermarkt-Parkplätzen erfasst, kommt er auf eine höhere Gesamtzahl.)

Und der Ausbau geht weiter: Bis 2019 will Hamburg mindestens 1.000 Steckdosen für E-Mobile zur Verfügung stellen. Der Bedarf für zusätzliche Zapfsäulen ist durchaus vorhanden: So sind in Hamburg inzwischen knapp 2.400 Elektroautos unterwegs, Tendenz steigend. Die Auslastung der Stromtankstellen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und hat sich von knapp 3.000 monatlichen Ladevorgängen in den Vorjahren auf 5.900 im September 2017 nahezu verdoppelt.

Auch gemessen an der Einwohnerzahl hat Hamburg das dichteste Netz an Lademöglichkeiten. Mit 433 Steckdosen je einer Million Einwohner ist die Stadt am besten mit Stromtankstellen versorgt, vor Bayern (195), Berlin (178) und Baden-Württemberg (164).

Bayern auf Platz Eins im Bundesländer-Vergleich

In absoluten Zahlen liegt Bayern auf Platz Eins im Bundesländer-Vergleich: mit 2.503 Ladepunkten hat der Freistaat die Nase vorn vor Nordrhein-Westfalen (1.970) und Baden-Württemberg (1.786). Knapp ein Viertel der insgesamt in Deutschland vorhandenen Stromtankstellen befindet sich damit in Bayern.

Netz von Schnellladestationen soll E-Autos attraktiver machen

Das Laden der Stromer gehört zu den wichtigsten Herausforderungen der Elektromobilität. Es geht nicht nur darum, technische Hindernisse zu beseitigen, sondern auch darum, das elektrische Laden komfortabler und alltagstauglicher zu machen. Denn das ist eine wichtige Voraussetzung für den Marktdurchbruch. Große Zusammenschlüsse von Energieversorgern und Akteuren der Automobilindustrie arbeiten daran, ein europaweites Schnellladenetz zu etablieren.

Auch die Verteilnetze sind auf den Aufschwung der Elektromobilität optimal vorzubereiten. Start-ups und etablierte Unternehmen setzen deshalb schon heute ihre Innovationskraft ein, um die Potenziale der Digitalisierung konsequent zu nutzen und smarte Technik wie Steuerungssoftware in den Netzen einzusetzen. Damit kann der Ausbaubedarf reduziert werden.

Freies Parken für E-Autos

Elektroautofahrer in Hamburg jedenfalls freuen sich über einen weiteren Vorteil: Sie dürfen an allen Parkscheinautomaten und Ladestationen kostenfrei parken. Möglich macht dies das Elektromobilitätsgesetz, das ermäßigtes oder gar gebührenfreies Parken für elektrisch betriebene Fahrzeuge erlaubt. Wer hingegen sein Auto mit Verbrennungsmotor auf diesen Sonderparkflächen abstellt, muss damit rechnen, dass es abgeschleppt wird.

(Quelle: Energiewende direkt – Ausgabe 16/2017)

Städteumfrage zu Elektromobilität startet

Was können Kommunen tun, um die Einführung der Elektromobilität zu fördern und welche Unterstützung benötigen Städte und Gemeinden, um Elektromobilität im kommunalen Alltag zu etablieren?

Um das herauszufinden, haben das Fraunhofer ISI und die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine bundesweite Befragung von Kommunen gestartet.

Die Zulassungszahlen von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen steigen derzeit deutlich an. Alle Prognosen gehen davon aus, dass sich dieser Trend verstetigen und weiter verstärken wird. Für die meisten Städte und Gemeinden in Deutschland sind damit ganz neue Herausforderungen und Chancen verbunden. Die Ergebnisse der Umfrage sollen dabei helfen, die Aktivitäten vor Ort zu erfassen, Schwierigkeiten bei der Einführung zu bestimmen und Maßnahme zur Unterstützung zu entwickeln. Die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städtetag (DST) und Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB) unterstützen die Umfrage.

Internationales Symposiums EVS30 (Electrical Vehicle Systems) war vom 9.-11. Oktober in Stuttgart

Bild1: Eingang Messe Stuttgart

Die Stuttgarter Messe war vom 9.-11. Oktober Gastgeber des internationalen Symposiums EVS30 (Electrical Vehicle Systems). Gestartet im Jahr 1969 als rein akademisches Forum ist die EVS heute eine der größten Veranstaltungen rund um elektrische Antriebstechnologien, siehe Bild 1.

Über 8000 Besucher aus 50 Nationen, über 500 Vorträge und 350 Messestände in der begleitenden Fachausstellung (Bild 2) verdeutlichen die Dimension dieser Messe.  Die baden-württembergischen Fahrzeughersteller  Audi, Mercedes-Benz, und Porsche waren selbstverständlich vertreten, aufgefallen ist aber die Vielzahl der Vorträge und Messeaussteller rund um das Thema laden.  Ob Gleichstromladen über mobile Geräte  (Bild 3), kontaktlos (Bild 4), mit dem Chademostandard (Bild 5) oder im neuen Schnellladenetz (Bild 6) – die zweite Förderlinie der Bundesregierung strahlte auch auf der EVS30 aus.

Bild 2: Blick in die Messehalle

Spannend bleibt die Elektromobiltät mit bekannten und neuen Fahrzeugherstellern: Der Shooting Star StreetScooter der Nutzfahrzeugbranche war mit Fahrzeugen vertreten (Bild 7) wie auch Postförderfahrzeuge für die letzte Meile des Partnerlandes Niederlande (Bild 8). Nach Toyota werden auch Mercedes-Benz (Bild 9) und Audi mit dem A7 H-tron (Bild 10) ab 2018 auf unseren Straßen sichtbar werden – Elektromobilität und Wasserstofftechnologie werden als Plug-In Fuel Cell Technik in den neuen Fahrzeugen eins. Auch die Vereinsmitglieder ZEAG und Hochschule Heilbronn waren mit einem Posterbeitrag zum gemeinsamen Segwayprojekt vertreten.

Deutlich gab Prof. Zhou von der Tsinghua Universität Peking in seinem Vortrag die Richtung vor: Bis zum Jahr 2049 wird China zu einer führenden Produktionsmacht für Fahrzeuge entwickelt. Das Ziel ist realistisch, denn „In China things can change fast by taking approach of government + market + technology“ .

Einen Videoclip zur EVS30 finden Sie hier: https://vimeo.com/237693329

(Autor: Prof. Dr. Andreas Daberkow)

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Förderung E-Lastenräder

Nachhaltig mobil sein geht so einfach!

Machen Sie Ihre Organisation jetzt fit für die Zukunft. Mit einem Elektro-Lastenrad können Sie schwere oder unhandliche Gegenstände schnell, kostengünstig und umweltfreundlich transportieren und gleichzeitig einen Beitrag für ein gesundes, sauberes und lebenswertes Baden-Württemberg leisten. Das Verkehrsministerium unterstützt Sie dabei mit bis zu 4.000 € je E-Lastenrad.
Profitieren Sie jetzt von der Förderinitiative

Alle Informationen zum Förderprogramm und zum Antrag finden Sie hier

BMVI fördert Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter (2. Call)

Private Investoren, Städte und Gemeinden können ab dem 14. September 2017 wieder Anträge auf Förderung für den Ladeinfrastrukturaufbau für E-Fahrzeuge stellen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fördert in einem zweiten Förderaufruf zur Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ die Errichtung von bis zu 12.000 Normal- und 1.000 Schnellladepunkten. Gewährt wird eine Investitionsbeihilfe von bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten. Förderfähig sind dabei die Investitionen rund um die Hardware sowie die Netzanschlusskosten. Dafür werden vom BMVI rund 100 Millionen Euro bereitgestellt. Anträge können bis 30. Oktober 2017 eingereicht werden.

Sowohl in der Förderrichtlinie als auch im Förderaufruf sind Mindestanforderungen formuliert, die beim Aufbau von Ladeinfrastruktur berücksichtigt werden müssen.

Hier finden Sie alle Informationen

Nostalgie trifft Moderne – Autoschlepp mit einem Kia Soul EV

Nostalgie trifft Moderne oder was hat Holz mit Elektrizität gemeinsam ?

Da  Segelflugzeuge über keinen eigenen Antrieb verfügen, benötigen Sie aufgrund ihrer motorlosen Bauweise eine Starthilfe. Dies geschieht in den allermeisten Fällen durch den Start an einer Seilwinde oder hinter einem Motorflugzeug. Dadurch wird das Segelflugzeug auf eine gewisse Ausgangshöhe gebracht , bevor es dann selbständig weiterfliegen kann.

Letzte Kontrollen vor dem ersten Start

In den Anfangsjahren des Segelfluges gab es noch weitere Startarten, welche heute nur noch selten durchgeführt werden. Der Schwerpunkt der Ausbildung lag dabei in erster Linie auf dem effektiven und kostengünstigen Erlernen und Üben von Start und Landung. Eine dieser kaum noch praktizierten Startarten ist der Start mithilfe eines Kraftfahrzeuges in Fachkreisen als  Autoschlepp bekannt. Besonders geeignet erweist sich hierzu unser Schulgleiter SG 38 Konstruktionsjahr 1938, bis auf wenige Metallteile ganz aus Holz hergestellt. Hierbei wird das Flugzeug über ein ca. 100m langes Schleppseil mit einer speziellen Vorrichtung mit dem Schleppfahrzeug verbunden.

Beim Schlepp mit einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor entstand durch den Ruck beim Hochschalten des Getriebes besonders in der Anfangsphase manchmal ein schwer zu beherrschender Zustand.

Als zufriedener und stolzer E-Auto Besitzer kam ich (Reinhard Stiefel – Eppingen) mit seinem Partner Mario Selss (Fürstenfeldbruck) auf die Idee, den Autoschlepp mit einem Kia Soul EV zu wagen.

Bei den insgesamt 5 Schlepps kamen die Vorteile des Elektroantriebes voll zur Geltung. Die starke und  gleichmäßige Beschleunigung bis zum Abheben des Flugzeuges ergab für den Piloten ein äußerst angenehmes Gefühl. Mit einer Geschwindigkeit von 75 km/h konnten Höhen von ca. 50m problemlos erreicht werden. Kurz vor Ende der Asphaltpiste hat dann der Pilot die Schleppverbindung über die an Flugzeug vorhandene Kupplung gelöst und ist wie vorgesehen auf der Graspiste gelandet.  Bei diesen 5 Starts verringerte  sich die am E-Auto angezeigte Restreichweite um rund 30km. Abzüglich von 5 km die für das Zurückfahren an die Startstelle konnten wir einen Energieverbrauch von Netto 4 Kilowattstunden rechnerisch ermitteln. Unter den neugierigen Blicken etlicher Zuschauer konnte ein weiterer Beweis zur Effektivität und der daraus resultierenden Alltagstauglichkeit von E-Autos erbracht werden.

Ebenfalls mit Interesse verfolgten die Studenten der Akademischen Fliegergruppen Deutschlands unsere Versuche, welche gerade ihr alljährliches Sommertreffen in Aalen-Elchingen abhielten,

Schleppseil vom Piloten ausgelöst -kurz vor der Landung

Mit dem Betrieb und den Erhalt alter Segelflugzeuge kümmern sich im Traditionsland des Segelfluges einige Vereine bzw. Gruppierungen. Zu Ihnen gehören auch Mario Selss als Besitzer von 5 Segelflug-Oldtimern mit seinem Partner Reinhard Stiefel.

Zusammen mit einigen Helfern sind sie mit ihren Oldtimervorführungen auf Flugtagen in Deutschland und Österreich stets eine Bereicherung. Weitere Vorführungen mit dem Elektrofahrzeug  werden folgen auch um für mehr Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu werben.

Interessenten können uns nach gerne in Aalen-Elchingen besuchen. Ein Mitflug in einem unserer Doppelsitzerflugzeuge Kranich III Baujahr 1953 bzw. Musger MG 19 Baujahr 1954 sowie Slingsby T21 Baujahr 1959 ist gegen geringe Unkostenbeteiligung möglich.

http://www.oldtimersegelflug-marioselss.de

Technische Daten meines KIA Soul EV :

  • Akkukapazität 27 kWh
  • Leistung 81 kW/110 PS
  • Drehmoment 285 Nm
  • Beschleunigung 0-100km/h 11 Sec.
  • Reichweite Sommer/Winter 180/150 km
  • Baujahr 2016
  • Gefahrene Km 24.000

Der Beitrag wurde von unserem Mitglied Reinhard Stiefel verfasst!

Alle Bilder stammen von Peter M.Dresen Aalen und Reinhard Stiefel Eppingen