Deutschlands Top 10 beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in den Städten

Freie Fahrt für Elektroautos: Bei der Gesamtzahl der Stromtankstellen liegt Hamburg unter den deutschen Städten auf Platz Eins. Im Bundesländer-Vergleich ist Bayern führend.

Wer mit einem Elektrofahrzeug längere Strecken fährt oder außerhalb der eigenen Stadt unterwegs ist, kennt das Problem: Wo ist die nächste Steckdose? In Hamburg fällt die Suche leicht: Die Hansestadt verfügt inzwischen über 774 Ladesäulen. Damit ist Hamburg Spitzenreiter unter den deutschen Städten beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Danach folgen Berlin mit 628 und Stuttgart mit 402 Stromzapfsäulen. Das ergab eine aktualisierte Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Insgesamt stehen den knapp 100.000 voll- oder teilelektrisch betriebenen Autos in Deutschland fast 11.000 öffentlich zugängliche Steckdosen für E-Mobile gegenüber. Rechnerisch kommen damit neun Fahrzeuge auf eine Zapfsäule. Der Ausbau der Infrastruktur geht also dem Aufbau der Flotte voraus. Großstädte und Ballungsräume werden zuerst mit der Infrastruktur versorgt, weil hier auch die meisten E-Autos fahren.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat erst vor kurzem die 600. öffentlich zugängliche Stromtankstelle in der Hansestadt eröffnet. (Da der BDEW auch öffentlich zugängliche Ladestationen auf privatem Grund wie zum Beispiel in Parkhäusern oder auf Supermarkt-Parkplätzen erfasst, kommt er auf eine höhere Gesamtzahl.)

Und der Ausbau geht weiter: Bis 2019 will Hamburg mindestens 1.000 Steckdosen für E-Mobile zur Verfügung stellen. Der Bedarf für zusätzliche Zapfsäulen ist durchaus vorhanden: So sind in Hamburg inzwischen knapp 2.400 Elektroautos unterwegs, Tendenz steigend. Die Auslastung der Stromtankstellen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und hat sich von knapp 3.000 monatlichen Ladevorgängen in den Vorjahren auf 5.900 im September 2017 nahezu verdoppelt.

Auch gemessen an der Einwohnerzahl hat Hamburg das dichteste Netz an Lademöglichkeiten. Mit 433 Steckdosen je einer Million Einwohner ist die Stadt am besten mit Stromtankstellen versorgt, vor Bayern (195), Berlin (178) und Baden-Württemberg (164).

Bayern auf Platz Eins im Bundesländer-Vergleich

In absoluten Zahlen liegt Bayern auf Platz Eins im Bundesländer-Vergleich: mit 2.503 Ladepunkten hat der Freistaat die Nase vorn vor Nordrhein-Westfalen (1.970) und Baden-Württemberg (1.786). Knapp ein Viertel der insgesamt in Deutschland vorhandenen Stromtankstellen befindet sich damit in Bayern.

Netz von Schnellladestationen soll E-Autos attraktiver machen

Das Laden der Stromer gehört zu den wichtigsten Herausforderungen der Elektromobilität. Es geht nicht nur darum, technische Hindernisse zu beseitigen, sondern auch darum, das elektrische Laden komfortabler und alltagstauglicher zu machen. Denn das ist eine wichtige Voraussetzung für den Marktdurchbruch. Große Zusammenschlüsse von Energieversorgern und Akteuren der Automobilindustrie arbeiten daran, ein europaweites Schnellladenetz zu etablieren.

Auch die Verteilnetze sind auf den Aufschwung der Elektromobilität optimal vorzubereiten. Start-ups und etablierte Unternehmen setzen deshalb schon heute ihre Innovationskraft ein, um die Potenziale der Digitalisierung konsequent zu nutzen und smarte Technik wie Steuerungssoftware in den Netzen einzusetzen. Damit kann der Ausbaubedarf reduziert werden.

Freies Parken für E-Autos

Elektroautofahrer in Hamburg jedenfalls freuen sich über einen weiteren Vorteil: Sie dürfen an allen Parkscheinautomaten und Ladestationen kostenfrei parken. Möglich macht dies das Elektromobilitätsgesetz, das ermäßigtes oder gar gebührenfreies Parken für elektrisch betriebene Fahrzeuge erlaubt. Wer hingegen sein Auto mit Verbrennungsmotor auf diesen Sonderparkflächen abstellt, muss damit rechnen, dass es abgeschleppt wird.

(Quelle: Energiewende direkt – Ausgabe 16/2017)

Städteumfrage zu Elektromobilität startet

Was können Kommunen tun, um die Einführung der Elektromobilität zu fördern und welche Unterstützung benötigen Städte und Gemeinden, um Elektromobilität im kommunalen Alltag zu etablieren?

Um das herauszufinden, haben das Fraunhofer ISI und die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine bundesweite Befragung von Kommunen gestartet.

Die Zulassungszahlen von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen steigen derzeit deutlich an. Alle Prognosen gehen davon aus, dass sich dieser Trend verstetigen und weiter verstärken wird. Für die meisten Städte und Gemeinden in Deutschland sind damit ganz neue Herausforderungen und Chancen verbunden. Die Ergebnisse der Umfrage sollen dabei helfen, die Aktivitäten vor Ort zu erfassen, Schwierigkeiten bei der Einführung zu bestimmen und Maßnahme zur Unterstützung zu entwickeln. Die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städtetag (DST) und Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB) unterstützen die Umfrage.

Warum kein Elektroauto?

Volvo kündigte gestern das Ende des Verbrennungsmotors in seinen Fahrzeugen an. Ab 2019 soll jedes neue Volvo-Modell einen Elektromotor haben. Doch wie sehen die Verbraucher Elektrofahrzeuge? Laut einer aktuellen Studie von Bearing Point und PP:Agenda besteht seitens der deutschen Autokäufer zwar großes Interesse an Elektrofahrzeugen – das Potenzial wird aber nicht ausgeschöpft.

Die Anzahl der Elektroautos auf deutschen Straßen ist aktuell noch sehr gering. Allerdings sind Potenzial und das Interesse an Elektromobilität in Deutschland entgegen der weitläufigen Meinung groß – etwa zwei Drittel der Studienteilnehmer ziehen beim Autokauf Elektrofahrzeuge in Betracht oder schließen es nicht aus. Worin besteht dieser Dissens zwischen Interesse und Kaufentscheidung und was muss seitens Industrie und Politik getan werden, um das bestehende Potenzial auszuschöpfen?  BearingPoint und PP:AGENDA, eine der führenden Kommunikationsagenturen für eMobility, haben für diese Studie 500 Deutsche befragt, die innerhalb der nächsten 12 Monate die Anschaffung eines neuen Autos planen.

Kernergebnisse der Studie:

  • Die Mehrheit der Befragten kann sich absehbar den Kauf eines E-Autos vorstellen – 2/3 zieht den Kauf in Betracht oder schließt diesen nicht aus.
  • Bei deutschen Verbrauchern besteht ein enormes Informationsdefizit. Weniger als 10 Prozent der Befragten gibt an, zum Gesamtthemenkomplex Elektroauto sehr gut informiert zu sein.
  • Öffentliche Fördermittel wie Umweltprämie oder Kfz-Steuerbefreiung sind dem Großteil der Befragten (eher) unbekannt, dabei hätten Fördermittel einen signifikanten Beitrag zur Kaufentscheidung: Knapp 90 Prozent gaben an, dass Umweltprämie und Befreiung von der Kfz-Steuer ihre Kaufentscheidung positiv oder zumindest teilweise beeinflussen würden.
  • Neben bekannten Hemmnissen wie mangelnde Reichweite, hoher Anschaffungspreis und fehlende Ladeinfrastruktur sind vor allem die lange Ladedauer und Unsicherheiten bezüglich der Betriebskosten Barrieren für eine Marktdurchdringung.
  • Bislang fehlt es an ganzheitlichen Angeboten. So wünschen sich über 70 Prozent der Befragten als Zusatzangebot zum Elektroauto eine bundesweit gültige Ladekarte. Die Mehrheit der Befragten interessiert sich zudem für eine Koppelung mit der eigenen Energieversorgung oder zumindest mit Ökostromangeboten. Auch die Produktbündelung und Vergünstigungen in themennahen Konsumangeboten wie beispielsweise Anreizsysteme im Einzelhandel werden überwiegend als interessant eingestuft.

Über die Studie
An der quantitativen Befragung nahmen 500 Personen aus Deutschland teil, die innerhalb der nächsten zwölf Monate die Anschaffung eines neuen Autos (Neu- oder Gebrauchtwagen) planen.  Die Studie ist unter dem folgenden Link verfügbar: https://www.bearingpoint.com/de-de/unsere-expertise/insights/e-auto/

(Quelle: it-zoom.de und bearingpoint.com)

Landesregierung beschließt Förderung – BW soll bei Elektromobilität führend werden

Die grün-schwarze Landesregierung baut die Förderung der Elektromobilität weiter aus. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. Eine bestimmte Gruppe soll besonders gefördert werden.Bis zum Jahr 2021 soll es in Baden-Württemberg möglich sein, flächendeckend Elektrofahrzeuge nachzuladen. Dazu werden 2.000 Ladesäulen aufgebaut, sodass überall im Umkreis von zehn Kilometern eine Strom-Lademöglichkeit erreichbar ist.

Des weiteren wird die Umrüstung von Bussen und Taxis auf Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellen-Antriebe unterstützt. Auch für Pflege- und Sozialdienste mit ihren bedeutenden Fahrzeugflotten hat Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) Fördermittel zur Umstellung in Aussicht gestellt. „Gemeinnützige Institutionen, insbesondere Pflege- und Sozialdienste, unterhalten bedeutende Fahrzeugflotten und sollen ebenfalls eine Förderung erhalten“, sagte er.

Zentrum für Entwicklung

Besonders für Wirtschaftsunternehmen aus dem Mittelstand, die neue Entwicklungen in Richtung Elektromobilität hervorbringen, gibt es ebenfalls Fördergelder. Insgesamt 43,5 Millionen Euro will das Land in den nächsten vier Jahren für diese Initiative ausgeben. Damit soll, so hat es der grüne Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann formuliert, Baden-Württemberg zum Zentrum für die Entwicklung von Elektromobilität in Deutschland werden.

Mobilitätstag Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Die Zukunft nicht verpassen. Baden-Württemberg und Bayern sind deutschlandweit Vorreiter, was Elektromobilität und deren Ausbau im Verkehr angeht. Zu diesem Thema finden auch in diesem Jahr wieder die Mobilitätstage der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken statt. Am 23.- 24. Juni 2017 können Interessierte die Gelegenheit nutzen, um sich über Elektromobilität zu informieren und Elektroautos Probe zu fahren. Experten […]

Wann rechnet sich ein E-Auto? Online-Kostenrechner Elektromobilität jetzt verfügbar

Die Elektromobilität ist angesichts von Dieselskandal und der Diskussion um Fahrverbote in aller Munde. Dennoch fehlt Verbrauchern bisher die Möglichkeit, konkret und individuell auszurechnen, welche Vorteile ein Elektrofahrzeug im Vergleich zum konventionellen Pkw hinsichtlich Kosten und Umwelt hat.

Vor diesem Hintergrund hat das Öko-Institut einen Onlinerechner entwickelt, der ab heute allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung steht. Der Rechner erlaubt einen Vergleich der Gesamtkosten für private Nutzer vom Kauf über die Nutzung bis zum Verkauf des Fahrzeugs. Zudem stellt das Online-Tool die CO2-Bilanz von verschiedenen elektrischen und konventionellen Fahrzeugen gegenüber.

Der Rechner ermöglicht es, auf Basis von voreingestellten, praxisnahen Werten typische Fahrzeuge einer Klasse zu vergleichen. Darüber hinaus können Nutzer zahlreiche individuelle Anpassungen vornehmen – etwa die pro Jahr gefahrenen Kilometer, den persönlichen Kraftstoffverbrauch oder die Art des Strombezugs angeben.

Zum Kostenrechner des Öko-Instituts für privat genutzte Elektrofahrzeuge

Beispielrechnung „Kleinwagen in der Stadt“

Konkrete Fahrzeugbeispiele veranschaulichen die Analysen, die mit dem Onlinerechner möglich sind. Wer sich beispielsweise für Fahrten in der Stadt einen elektrischen Kleinwagen statt einem konventionellen anschafft, kann über einen Zeitraum von acht Jahren rund 2.500 Euro und circa sieben Tonnen CO2 einsparen.

In der Beispielrechnung verglichen die Experten des Öko-Instituts zwei Kleinwagen mit Elektro- und Ottomotor. Diese werden jeweils 9.000 Kilometer pro Jahr gefahren und insgesamt acht Jahre lang genutzt. Die Gegenüberstellung zeigt: Insbesondere die Energiekosten sind beim elektrischen Fahrzeug deutlich günstiger. Hier gibt der Halter insgesamt rund 2.400 Euro für den Fahrstrom aus, während es 6.800 Euro für Benzin sind. Trotz der höheren Kosten für die Anschaffung des Elektrofahrzeugs – 21.000 Euro statt 12.000 Euro für den Benziner  –  schneiden Elektro-Kleinwagen dank Kaufprämie und geringerer Werkstattkosten besser ab.

„Auch die Treibhausgas-Bilanz der Elektrischen fällt positiv aus“, betont Sven Kühnel, Experte für Elektromobilität am Öko-Institut. “In unserem Beispiel stößt der Benziner über die gesamte Haltedauer von acht Jahren rund 14 Tonnen CO2 aus, ein Elektrofahrzeug beim derzeitigen Strommix in Deutschland nur rund vier Tonnen.“ Allerdings betonen die Experten des Öko-Instituts, dass die Herstellung von Elektroautos aufwändiger ist. So entstehen bei der Produktion eines Elektro-Kleinwagens rund drei Tonnen CO2-Äquivalente mehr als bei der eines Kleinwagens mit Benzinmotor.

Elektrofahrzeuge in privater Nutzung – Vorteile wachsen

Rund 40 Prozent der neuen Elektro-Pkw werden heute privat zugelassen. Immer mehr private Autokäufer sind bereit, die neue Technologie auszuprobieren. Für Autobesitzer mit einer Lademöglichkeit am Wohnort ist das Laden des Fahrzeugs unkompliziert. Sie können die Batterie über Nacht an einer Wallbox in der heimischen Garage wieder aufladen. In größeren Städten steht zudem ein wachsendes Netz an öffentlichen Ladepunkten zur Verfügung. Außerdem haben Nutzer von Elektrofahrzeugen ungehinderten Zugang in die Umweltzonen der Städte und erhalten in manchen Städten weitere Privilegien wie gesondert ausgewiesene oder kostenfreie Parkmöglichkeiten.

Der Online-Rechner wurde im Rahmen der Begleit- und Wirkungsforschung zum Programm Schaufenster Elektromobilität durch den  Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) beauftragt und beruht auf einer umfassenden Studie zur Wirtschaftlichkeit der Elektromobilität. Der Rechner ergänzt das Angebot für gewerbliche Fahrzeuge, welches das Öko-Institut und der VDE Mitte des vergangenen Jahres vorgestellt hatten.

Kostenrechner des Öko-Instituts für privat und gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge

(Quelle: Öko-Institut – 16.05.2017)

Hannover Industrie Messe HMI

Digitalisierung und Industrie 4.0 – das sind die Trendthemen des Jahres 2017 und der diesjährigen Hannover Industrie Messe HMI mit dem Stand des Landes (siehe Bild). Wie kann man mit Hilfe von vernetzten Fertigungseinrichtungen E-Komponenten schneller und verteilt herstellen? Wie ist der Umgang mit Daten, die von Verkehrsteilnehmern und der Infrastruktur angefordert, erzeugt und gespeichert werden? Dazu hat die Landesregierung Baden-Württemberg eine Digitalisierungsstrategie „digital@bw“ auf den Weg gebracht.

 

Dies beeinflusst auch die Strategie des Clusters Elektromobilität Süd-West und der Landesagentur Elektromobilität emobilBW GmbH. Die Vereinsvorstellung des EHF-Gründungsmitglieds Prof. Daberkow von der im Cluster mitwirkenden Hochschule Heilbronn ist auf der Clustersitzung am 26.4. auf großes Interesse gestossen (siehe Bilder). Zwei neue Vereinsmitglieder konnten direkt gewonnen werden, weitere Anfragen liegen vor. Über das Cluster kann der Verein über die Region hinaus im Land vernetzt werden.

Solar- und Energietage Handwerkskammer Heilbronn-Franken

Elektromobilität ist in aller Munde. Ziel der Bundesregierung sind eine Million E-Fahrzeuge bis 2020. Im Rahmen der Veranstaltung „Solar- und Energietage“ informiert die Handwerkskammer Heilbronn-Franken über die Technologie der Elektrofahrzeuge und zeigt, für wen sich der Kauf solcher Fahrzeuge lohnt. Begeisterte Anwender berichten aus der Praxis und motivieren mit ihren Erfahrungen für die Elektromobilität.

Der Verein wird im Rahmen der Veranstaltung am 28. März 2017 über die Umsetzung von Elektromobilitätskonzepten und Fördermöglichkeiten informieren. Weitere Redner auf der Veranstaltung sind  Peter Pioch, Weiterbildungszentrum für innovative Energietechnologien der Handwerkskammer Ulm, Thomas Maul, Statik- und Energieplanungsbüro Maul und Ernst Bender, Bike Arena Bender.

Dienstag, 28. März 2017  18:00 bis 20:00 Uhr

Bildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer Heilbronn-Franken

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie den Veranstaltungsflyer finden Sie hier http://www.hwk-heilbronn.de/termine/solar-und-energietage-2017-62,0,evedetail.html?eve=202

Offizielle Gründungsveranstaltung (11 Uhr) Elektromobilität Heilbronn-Franken e.V.

Pressemitteilung

Elektromobilität auf der Überholspur – Gründungsauftakt „Elektromobilität Heilbronn-Franken e.V.“

Heilbronn. Die Region Heilbronn-Franken zu einer Modell-Region der Elektromobilität zu machen, das ist das Ziel des neuen Vereins, in dem sich jetzt alle dafür wichtigen Akteure zusammengefunden haben. Künftig sollen hier die elektromobilen Kompetenzen der Region aus Forschung, Entwicklung, Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Medien und Öffentlichkeit gebündelt werden, um einen wesentlichen Beitrag zu einem öffentlich breit akzeptierten System Elektromobilität zu leisten. Am 1. Februar 2017 findet dazu der offizielle Gründungsauftakt am Energiestandort Heilbronn statt.  

Elektromobilität – das ist weit mehr als Elektroauto fahren. Dazu gehören zuverlässige und bezahlbare Verkehrskonzepte, eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur, die Vernetzung mit anderen Fortbewegungsmitteln wie mit dem ÖPNV und mit Car- und Bike-Sharing-Modellen. Auch die Förderung von technischen und strukturellen Innovationen, kundenfreundliche Bezahlmodelle und attraktive Wohnbaulösungen sind wichtige Komponenten eines zukunftsfähigen Gesamtsystems. „Dies in der gesamten Region voranzutreiben und sich dafür optimal zu vernetzen, dafür bietet der Verein eine ideale Plattform“, ist sich der Vorstand, bestehend aus Thomas Peter Müller (NHF Netzgesellschaft Heilbronn-Franken mbH der ZEAG Energie AG), Michael Groß (Landratsamt Heilbronn) und Professor Dr. Ing. Andreas Daberkow (Hochschule Heilbronn), einig.

Folgende wesentliche Partner konnten als Gründungsmitglieder gewonnen werden:

  • Stadt Heilbronn,
  • Landratsamt Heilbronn,
  • Stadtsiedlung Heilbronn GmbH,
  • Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken,
  • Handwerkskammer Heilbronn-Franken,
  • Hochschule Heilbronn,
  • ZEAG Energie AG
  • NHF Netzgesellschaft Heilbronn-Franken mbH

Warum ist es wichtig, dass sich die Stadt Heilbronn in einen Verein einbringt, der sich dem Thema Elektromobilität widmet? Für die Stadt Heilbronn ist die Elektromobilität ein wichtiges Thema der Verkehrsplanung und des Klimaschutzes. Daher ist ihr die Vernetzung mit anderen Beteiligten wichtig. „Durch den regionalen Zusammenhang gehen wir davon aus, dass Projekte und Ideen nicht nur in Heilbronn enden, sondern in die Region ausstrahlen bzw. von der Region nach Heilbronn strahlen“, so Oberbürgermeister Harry Mergel. Sein Wunsch ist die Etablierung der Region als Referenzregion für Elektromobilität.

Für das Landratsamt Heilbronn sind Mobilität und Verkehr wesentliche Elemente unserer Lebenswirklichkeit, die zudem bezahlbar, aber auch umweltfreundlich sein soll. Landrat Detlef Piepenburg: „Mobilität war schon immer ein großes Thema für unseren Landkreis. Es ist uns deshalb auch sehr wichtig, den Verkehr der Zukunft aktiv mitzugestalten.“

Die Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken (IHK) betrachtet Elektromobilität als eines der wichtigsten Zukunftsthemen für die Region. Professor Dr. Dr. h.c. Harald Unkelbach: „Die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken ist in besonderem Maße durch die Automobilproduktion geprägt. Die Auswirkungen einer zunehmenden Elektrifizierung der Mobilität werden für die regionale Wirtschaft daher besonders stark sein.“ Die IHK möchte daher das Thema Elektromobilität forcieren und die Unternehmen der Region sensibilisieren.

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken lenkt den Fokus auf das Thema Kundenakzeptanz. Denn, so erklärt ihr Präsident Ulrich Bopp: „Um die Elektromobilität für die breite Bevölkerung interessant und zugänglich zu machen, muss insbesondere die Infrastruktur von Ladestationen ausgebaut werden. Hier kann das Handwerk mit anpacken und dafür sorgen, dass Fahrer von E-Fahrzeugen stets eine Zapfsäule in ihrer Nähe finden.“ Mit einem Augenzwinkern bezeichnet er das Handwerk „gerne auch als offiziellen Ausrüster der Energiewende“.

Der Stadtsiedlung Heilbronn GmbH als kommunale Wohnbautochter der Stadt Heilbronn steht seit 160 Jahren für einen sozial und ökologisch vertretbaren Wohnungsbau. Seit 2012 hat die Stadtsiedlung Elektrofahrzeuge für den täglichen Einsatz angeschafft, um einen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgase zu leisten. „Mit der Unterstützung des Vereins möchte die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH ihren Teil dazu beitragen, Berührungsängste gegenüber Elektrofahrzeugen abzubauen und alternativen Antriebsformen in der Region zum Durchbruch zu verhelfen“, erläutert Robert An der Brügge, Geschäftsführer der Stadtsiedlung Heilbronn.

Die Hochschule Heilbronn hat sich bereits früh mit dem Thema Elektromobilität in der Region beschäftigt. So wurden im Rahmen des Forschungsprogramms „Elektromobilität im ländlich-urbanen Raum“ durch den Studiengang Automotive Systems Engineering der Hochschule praktische Erfahrungen gesammelt. Jetzt geht es darum, mit den gewonnenen Erkenntnissen die Elektromobilität in der Region zu fördern. Professor Dr. Ing. Andreas Daberkow von der Hochschule Heilbronn: „Als Gründungsmitglied möchte ich die Hochschule mit den anderen Vereinsmitgliedern enger vernetzen und Studierende als Teil einer Lösung von Mobilitätsproblemen mit einbringen.“

Als regionaler Energieversorger setzt sich die ZEAG Energie AG für einen nachhaltigen, verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und eine effiziente Energienutzung ein. Der Einsatz umweltfreundlicher und klimaschonender Fahrzeuge hat daher eine hohe Bedeutung. Vorstand Eckard Veil: „Wir glauben an die Elektromobilität als Zukunftstechnologie. Daher haben wir schon frühzeitig Elektrofahrzeuge angeschafft, eine Ladeinfrastruktur in unserer Region aufgebaut und im Rahmen des Heilbronner CarSharing-Projektes nachhaltige Mobilität erlebbar gemacht. Durch unseren Einsatz im Verein wollen wir helfen, Elektromobilität in unserer Region zu etablieren.“

Die NHF Netzgesellschaft Heilbronn-Franken mbH (NHF) betreibt das Stromnetz im Versorgungsgebiet der ZEAG Energie AG. Damit die NHF auch zukünftig Bestwerte beim Thema Versorgungssicherheit erzielen kann, beschäftigt sie sich bereits heute mit den Stromnetzen der Zukunft. Geschäftsführer Thomas Peter Müller: „Wir bereiten uns darauf vor, dass die Elektromobilität zukünftig als wesentlicher Baustein des energiewirtschaftlichen Gesamtsystems Einfluss auf die Planung und den Betrieb der intelligenten Stromnetze haben wird. Mit Hilfe des Vereins möchten wir Antworten auf die neuen Herausforderungen finden.“

Mitglied des Vereins „Elektromobilität Heilbronn-Franken e.V.“ kann jeder am Thema Interessierte werden (Beitrag: für natürliche Personen 10,- EURO/Jahr, für Unternehmen 100,- EURO/Jahr). Dies ist einfach und schnell über die Website des Vereins unter www.emobil-heilbronn-franken.de möglich. Die Homepage und das neue Logo des Vereins wurden in Zusammenarbeit mit der Neckarmedia Werbeagentur (www.neckarmedia.com) aus Heilbronn erstellt.

 


Kontakt

Elektromobilität Heilbronn-Franken e.V.
Weipertstraße 39
74076 Heilbronn

Telefon 07131 6499-100
Telefax 07131 6499-190
info@emobil-heilbronn-franken.de
www.emobil-heilbronn-franken.de

Neue Informationsplattform startet im Web

Zum 1. Februar 2017 startet der frisch gegründete Verein mit neuem Markenlogo und neuer Webseite. Ziel ist es, Informationen zusammenzutragen und alle Interessierten rund um das Thema auf dem Laufenden zu halten. Neben einem Ladesäulen-Finder für Elektrofahrzeuge, der fortlaufend aktualisiert wird, lässt der Newsblog die Seite leben.  Es lohnt sich also, ab und zu vorbeizuschauen.