Aktionstage Elektromobilität 20.-21.04.2018

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken lädt Sie im Rahmen der Solar- und Energietage 2018 am Freitag 20.04.2018 ab 15:00 Uhr herzlich ein zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Entwicklung der Elektromobilität in der Region Heilbronn-Franken“. In der Expertenrunde werden Vertreter der Automobilbranche, des Energieversorgers und der Verwaltung diskutieren, welche Chancen die Verbreitung der Elektromobilität in der Region bringt und welche Herausforderungen und Hemmnisse bewältigt werden müssen. Erreichen möchten wir einen Austausch von persönlichen Erfahrungen begeisterter Elektromobilisten sowie Informationen zur zukünftigen Verbreitung der Elektromobilität in der Region Heilbronn-Franken. Wir geben Ihnen dabei die Gelegenheit, die Mobilität der Zukunft kennenzu lernen. Am Samstag, 21.04.2018 veranstaltet die Handwerkskammer in ihrem Bildungs- und Technologiezentrum im Industriegebiet Böllinger Höfe eine Fahrzeugschau Elektromobilität. Zahlreiche Aussteller präsentieren ihre aktuellen Angebote an Hybrid- und Elektrofahrzeugen, Motorrädern, Roller und E-Bikes.

Der Eintritt ist frei.

 

Podiumsdiskussion

Freitag, 20.04.2018 von 15:00 bis 17:00 Uhr

15:00 Uhr: Grußwort: Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken

15:10 Uhr: Keynote: Michael Ruprecht, e-mobil BW GmbH

15:30 Uhr: Diskussion; Moderation: Michael Ruprecht, e-mobil BW GmbH

17:00 Uhr: Ausklang der Veranstaltung bei einem gemütlichen Vesper

Diese Experten nehmen an der Podiumsdiskussion teil:

  • Kreishandwerksmeister Michael Szabo als Vertreter des Handwerks
  • Lars Ehrenfeld als Vertreter des Energieversorgers ZEAG
  • Burkhard Snapa vom Autohaus Hagelauer als Elektromobilist und Vertreter der Autohäuser
  • Florian Baasch, Stadt Heilbronn, Stabstelle Stadtentwicklung und Zukunftsfragen
  • Vorstand des Vereins Elektromobilität Heilbronn-Franken e.V.

Erlebniswelt Elektromobilität

Samstag, 21. April 2018 von 9:00 bis 15:00 Uhr

Angesprochen werden bei dieser Autoschau Handwerker aller Gewerke, die ihre Fahrzeugflotte auf Elektroautos umrüsten möchten. Ebenso wollen wir Elektroinstallateure über den rasch wachsenden Markt an Ladeinfrastruktur informieren sowie Privatpersonen für alle Arten elektrischer Antriebe begeistern. Zahlreiche Autohäuser verschiedenster Fabrikate stellen ihre Fahrzeuge aus und für Probefahrten zur Verfügung. Erfahrene Elektromobilisten beraten Sie, wie Sie sich im Alltag praktisch und umweltfreundlich fortbewegen können.

 

Vorträge:

10:00 bis 10:45 Uhr Netzintegration der Elektromobilität: Fachinformation für das Elektrohandwerk und interessierte Nutzer

Tomislav Boras, ZEAG Energie AG

11:00 bis 11:45 Uhr Elektrofahrzeuge im Alltag: Anleitung, Tipps und Erfahrungsbericht

Burkard Snapa, Autozentrum Hagelauer

12:00 bis 12:45 Uhr Ladeinfrastruktur für Elektromobilität in Verbindung mit Photovoltaik

Bernd Dittmann, Widmann Energietechnik GmbH

 

Wir freuen uns, Sie auf der Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.

Elektromobilität Heilbronn-Franken e.V. beteiligt sich am „Freiburger Appel zum Klimaschutz“

Kongress Energieautonome Kommunen 2018
1. + 2.2.2018, Messe Freiburg

Kongress Energieautonome Kommunen verabschiedet „Freiburger Appel zum Klimaschutz“

Dokument fordert für Koalitionsverhandlungen: „Klimaschutz ist nicht verhandelbar – Klimaziele 2020 umsetzen“ – Kongress mit zahlreichen Beispielen für kommunal erfolgreich umgesetzte Energiewende

Freiburg, 02. Februar 2018 – Mit der Verabschiedung des „Freiburger Appell zum Klimaschutz“ ging heute nach zwei Tagen der 7. Kongress Energieautonome Kommunen (EAK) auf dem Freiburger Messegelände zu Ende. Im Hinblick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen fordern die Unterzeichner von CDU/CSU und SPD, sich endlich konsequent für den Klimaschutz einzusetzen und mit effektiven Maßnahmen dafür zu sorgen, dass die Klimaziele für 2020 und 2030 erreicht werden.

Der EAK zeigte mit über 50 vorgestellten Projekten, wie die Energiewende auf kommunaler Ebene bereits erfolgreich umgesetzt wird. „Aber wenn die Kohleverstromung auf nationaler Ebene nicht deutlich reduziert wird, werden alle Klimaschutzerfolge auf lokaler Ebene wieder zunichte gemacht“, resümiert Dr. Harald Schäffler, der fachliche Kongressleiter.

Zentrales Anliegen des Kongresses Energieautonome Kommunen war der fachliche Austausch zwischen den Akteuren der lokalen Energiewende mit dem Ziel, die Umsetzung der Energiewende zu beschleunigen. Hierfür stellten über 50 Referenten in zwölf Praxisforen ihre Projekte und Lösungen für die Bereiche, Strom, Effizienz, Wärme und Verkehr vor. Über 220 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzten die Gelegenheit, sich zu vernetzen und Erfahrungen auch über Ländergrenzen hinweg auszutauschen.

Die intensiven Diskussionen des EAK fanden ihren Niederschlag in dem Freiburger Appell. Die Unterzeichnet vertreten das ganze Spektrum der kommunalen Energiewende, darunter sind Kommunen, Stadtwerke, Bürgerenergiegenossenschaften, Wohnungswirtschaft, Forschungseinrichtungen, Gewerbe, Handwerk, Dienstleistungsunternehmen, Technologieunternehmen, Vereine, Initiativen und Verbände.

In dem Appell stellen die Unterzeichner fest: „Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz reduzieren dauerhaft Energiekosten, schaffen Arbeitsplätze und sichern die Zukunft der nachfolgenden Generationen. Das beweisen die Akteure auf kommunaler Ebene im Strom-, Wärme- und Verkehrsbereich in tausenden von Initiativen und Projekten. Die ungebremste weitere Kohleverstromung hingegen konterkariert all diese Initiativen und Projekte auf kommunaler Ebene.“

Verschleppter Klimaschutz koste Milliarden, so der Appell. Kosten, mit denen vor allem die Bürger, Kommunen, Firmen und Organisationen belastet werden, die die Energiewende seit Jahren finanzieren und auf kommunaler Ebene umsetzen. Deshalb fordern die Unterzeichner, dass die Klimaschutzziele für 2020 nicht verschleppt werden dürfen, sondern effektive und nachhaltige Maßnahmen beschlossen werden müssen, mit denen die Ziele für 2020, 2030 und 2050 umgesetzt werden können.

In der Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität sehen die Initiatoren des Freiburger Appells enorme Effizienzpotentiale, insbesondere auf lokaler Ebene. Deshalb fordern die Unterzeichner „die Beendigung der ungleichen steuerlichen Belastung des Stromsektors im Vergleich zum Verkehrs- und Wärmesektor durch die Einführung einer wirkungsvollen CO2- Abgabe auf alle Energieträger. Mit den Einnahmen aus der CO2-Abgabe sollen im Gegenzug bestehende Steuern, Abgaben und Umlagen, wie zum Beispiel die EEG-Umlage, die Stromsteuer und die Energiesteuer auf Heizöl und Heizgas, finanziert und dadurch die Verbraucher entlastet werden.“

In Kreisen, Städten und Gemeinden stehen Millionen Gebäude für die Energiewende zur Verfügung. Deshalb fordert der Appell, den Ausbau der Erneuerbare Energien auch verbrauchsnah auf kommunaler Ebene zu forcieren, anstatt nur Ausschreibungen für Großanlagen auf nationaler Ebene unter Netzeinspeisevorbehalt zu planen. Denn dieser Ausbau könne sofort und ohne zusätzlich Netzausbaukosten für die Bürgerinnen und Bürger realisiert werden. Hierfür fordern die Unterzeichner die Beseitigung der regulatorischen Hemmnisse insbesondere für Mieterstrom und für private, kommunale und gewerbliche Gebäudeeigentümer.

Veranstalter des Kongresses Energieautonome Kommunen sind die Solar Promotion GmbH, die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG sowie der fesa e.V. Erstmals als Mitveranstalter fungierte schäffler sinnogy aus Freiburg. Geschäftsführer Dr. Harald Schäffler hat 2018 die fachliche Kongressleitung übernommen.

Den Freiburger Appell mit allen unterzeichnenden Institutionen und Personen ist hier abrufbar.

„Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“: Bundesregierung veröffentlicht Förderrichtlinien für alternative Antriebe

Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen ihres Sofortprogramms „Saubere Luft 2017-2020“ belastete Städte und Kommunen durch neue Förderrichtlinien für mehr schadstoffarme Fahrzeugflotten, die Umstellung auf alternative Antriebe und mehr Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität. Dafür wurden heute im Bundesanzeiger die aktualisierte Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), und die neue Richtlinie „Elektro-mobil“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Förderung und Entwicklung der Elektromobilität veröffentlicht.

Mit der aktualisierten Förderrichtlinie Elektromobilität fördert das BMVI die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und die dafür erforderliche Ladeinfrastruktur. Das Antrags- und Bewilligungsverfahren wurde vereinfacht, so dass die Projekte noch schneller umsetzbar sind. Zudem soll das Förderprogramm finanziell aufgestockt werden. Anträge können ab sofort bis 31. Januar 2018 eingereicht werden.

Unterstützt werden kommunale Fahrzeugflotten, zum Beispiel Abfall-Entsorgungsfahrzeuge, und der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), zum Beispiel Elektrobusse. Die Beschaffung von Elektrofahrzeugen im Taxigewerbe und bei Car-Sharing-Unternehmen wird ebenfalls gefördert. Antragsberechtigt sind neben Kommunen auch Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, zum Beispiel Lieferdienste, Handwerker, soziale Kranken- und Pflegedienste – sofern die Kommune bestätigt, dass das geplante Vorhaben Teil eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes ist.

Die neue gemeinsame Förderrichtlinie von BMUB und BMWi zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich Elektromobilität hat das Ziel, die energie- und klimapolitischen Potenziale der Elektromobilität zu erschließen und gleichzeitig die Wettbewerbsposition deutscher Industriebranchen zu stärken.

Im Kontext des Sofortprogramms wird auf Basis dieser Förderrichtlinie die Beschaffung gewerblich genutzter Elektrofahrzeuge (zum Beispiel Handwerker, Lieferdienste, Taxibetriebe) unterstützt, die nicht Teil eines kommunalen Elektromobilitätskonzepts sind. Die zweite Säule ist die Förderung von Projekten, die Ladekomfort, Verfügbarkeit und Auslastung von Ladeinfrastruktur verbessern und mobile Elektroauto-Batterien intelligent an das Stromnetz anbindet, zum Beispiel durch Lastmanagement. Dadurch kann Ladeinfrastruktur im urbanen und ländlichen Raum kurzfristig entstehen, zum Beispiel auf Betriebshöfen, in Parkhäusern, Low Cost Ladeinfrastruktur und Mobile Metering-Ladepunkten. Ein konkretisierender Förderaufruf folgt.

Über das Sofortprogramm „Saubere Luft 2017-2020“

Der Bund hat auf dem zweiten Kommunalgipfel am 28. November 2017 mit dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ ein Maßnahmenpaket für bessere Luft in Städten aufgelegt. Für das Sofortprogramm steht ab sofort 1 Milliarde Euro bereit. Gegenstand des Programms sind Maßnahmen für die Elektrifizierung des urbanen Verkehrs und die Errichtung von Ladeinfra-struktur, für die Digitalisierung von Verkehrssystemen sowie zur Nachrüstung von Diesel-Bussen im ÖPNV mit Abgasnachbehandlungssystemen. Alle Maßnahmen sollen bis 2020 Wirkung entfalten. Das Sofortprogramm soll soweit möglich auf Grundlage der bestehenden Förderrichtlinien des Bundes umgesetzt werden. Bestehende Förderprogramme werden finanziell aufgestockt.

 

15.12.2017 | Pressemitteilung Nr. 383/17 | Luftreinhaltung
Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

eMERGE II: 400.000 Kilometer rein elektrisch

  • Forschungsprojekt zur Elektromobilität erfolgreich beendet
  • 2,8 Millionen Euro Förderung durch das BMVI
  • 122 Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz beteiligt
  • Abschlussveranstaltung nach fast dreijähriger Projektlaufzeit

Berlin. Wie bewährt sich Elektromobilität in der Praxis? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Forschungsprojekts eMERGE II, das von Januar 2015 bis September 2017 durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 122 Pioniere der Elektromobilität daran teil und legten innerhalb des Projekts rund 400.000 Kilometer rein elektrisch zurück. Dabei wurden rund 620 GB Fahr- und Ladedaten gesammelt und regelmäßige Teilnehmerbefragungen durchgeführt. Diese stehen der Entwicklungsabteilung der Daimler AG und der universitären Forschung zur Verfügung.

Der mehrjährige Praxistest wurde im Erich-Klausener-Saal des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin feierlich abgeschlossen. Mehr als 50 Zuhörer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik folgten den Vorträgen der Projektpartner, die ihre Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt vorstellten und ihre Erfahrungen mit den Kunden diskutierten. Im Rahmen des Flottentests arbeiteten fünf Kooperationspartner aus Industrie und Forschung zusammen, um das Fahrverhalten der Teilnehmer zu analysieren und den Markterfolg der Elektromobilität weiter voranzutreiben. Partner waren die Daimler AG, das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), die RWTH Aachen, die TU Berlin (mit den Fachgebieten ODS, SWT, WIP) und die Universität Siegen. Gefördert wurde das Projekt eMERGE II im Programm Modellregionen Elektromobilität des BMVI mit 1,9 Millionen Euro. Beide eMERGE-Projekte erhielten Fördermittel in Höhe von 2,8 Millionen Euro. Koordiniert wurden die Projekte von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH).

Die gewonnenen Daten sind wichtiger Bestandteil der Entwicklung zukünftiger batterieelektrischer Fahrzeuge. Analysiert wurden

  • die mechanischen Belastungen im Fahrzeug. Die realen Fahrdaten helfen, Entwicklungsvorgaben zu validieren.
  • Geschäftsmodelle sowie Kommunikationsstrategien, die dazu beitragen, die Elektromobilität langfristig am Markt zu etablieren.
  • Infrastruktur-Daten, die in konkrete Handlungsempfehlungen an die öffentliche Hand zur zielgerichteten Förderung und Allokation von Ladesäulen mündeten.

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär, erklärte aus Sicht des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Wir wollen mehr Mobilität bei weniger Emissionen. Deshalb unterstützen wir Projekte, die sich mit alternativen Antrieben befassen. Das Projekt eMERGE ist wegweisend: Die hier gewonnenen Daten sind wertvoll für die Entwicklung zukünftiger batterieelektrischer Fahrzeuge.“

An eMERGE II nahmen insgesamt 122 Privatkunden und Unternehmen aus ganz Deutschland mit Elektrofahrzeugen von Mercedes-Benz teil. Der rein elektrische B 250 e (Stromverbrauch gewichtet: 16,6 kWh/100 km, CO2-Emissionen: 0 g/km) und die Plug-in-Hybrid-Modelle C 350 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,1 l/100 km, Stromverbrauch gewichtet: 11,0 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 48 g/km) und E 350 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,1 l/100 km, Stromverbrauch gewichtet: 11,5 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 49 g/km) wurden mit einem Datenlogger ausgerüstet, der das tägliche Fahrverhalten der Kunden aufzeichnete. Darüber hinaus haben Mitarbeiter der Universitäten die Teilnehmer regelmäßig in Interviews und mit Fragebögen befragt.

eMERGE II war die Weiterentwicklung von eMERGE. In diesem Vorgängerprojekt wurde von Mai 2013 bis Juni 2015 untersucht, wie sich die Elektromobilität optimal in die Verkehrssysteme und den Alltag integrieren lässt. Der Schwerpunkt damals lag bei der Analyse des Fahr- und Ladeverhaltens von 146 Privat- und Geschäftskunden des smart fortwo electric drive aus Berlin, Potsdam und Nordrhein-Westfalen, die während der Projektzeitraums über eine Million Kilometer zurücklegten.

Zur Projektseite

(Bild: E350 e Exklusiv, designo diamantweiss, Nappa Nussbraun/Espressobraun)

Deutschlands Top 10 beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in den Städten

Freie Fahrt für Elektroautos: Bei der Gesamtzahl der Stromtankstellen liegt Hamburg unter den deutschen Städten auf Platz Eins. Im Bundesländer-Vergleich ist Bayern führend.

Wer mit einem Elektrofahrzeug längere Strecken fährt oder außerhalb der eigenen Stadt unterwegs ist, kennt das Problem: Wo ist die nächste Steckdose? In Hamburg fällt die Suche leicht: Die Hansestadt verfügt inzwischen über 774 Ladesäulen. Damit ist Hamburg Spitzenreiter unter den deutschen Städten beim Ausbau der Ladeinfrastruktur. Danach folgen Berlin mit 628 und Stuttgart mit 402 Stromzapfsäulen. Das ergab eine aktualisierte Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Insgesamt stehen den knapp 100.000 voll- oder teilelektrisch betriebenen Autos in Deutschland fast 11.000 öffentlich zugängliche Steckdosen für E-Mobile gegenüber. Rechnerisch kommen damit neun Fahrzeuge auf eine Zapfsäule. Der Ausbau der Infrastruktur geht also dem Aufbau der Flotte voraus. Großstädte und Ballungsräume werden zuerst mit der Infrastruktur versorgt, weil hier auch die meisten E-Autos fahren.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat erst vor kurzem die 600. öffentlich zugängliche Stromtankstelle in der Hansestadt eröffnet. (Da der BDEW auch öffentlich zugängliche Ladestationen auf privatem Grund wie zum Beispiel in Parkhäusern oder auf Supermarkt-Parkplätzen erfasst, kommt er auf eine höhere Gesamtzahl.)

Und der Ausbau geht weiter: Bis 2019 will Hamburg mindestens 1.000 Steckdosen für E-Mobile zur Verfügung stellen. Der Bedarf für zusätzliche Zapfsäulen ist durchaus vorhanden: So sind in Hamburg inzwischen knapp 2.400 Elektroautos unterwegs, Tendenz steigend. Die Auslastung der Stromtankstellen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen und hat sich von knapp 3.000 monatlichen Ladevorgängen in den Vorjahren auf 5.900 im September 2017 nahezu verdoppelt.

Auch gemessen an der Einwohnerzahl hat Hamburg das dichteste Netz an Lademöglichkeiten. Mit 433 Steckdosen je einer Million Einwohner ist die Stadt am besten mit Stromtankstellen versorgt, vor Bayern (195), Berlin (178) und Baden-Württemberg (164).

Bayern auf Platz Eins im Bundesländer-Vergleich

In absoluten Zahlen liegt Bayern auf Platz Eins im Bundesländer-Vergleich: mit 2.503 Ladepunkten hat der Freistaat die Nase vorn vor Nordrhein-Westfalen (1.970) und Baden-Württemberg (1.786). Knapp ein Viertel der insgesamt in Deutschland vorhandenen Stromtankstellen befindet sich damit in Bayern.

Netz von Schnellladestationen soll E-Autos attraktiver machen

Das Laden der Stromer gehört zu den wichtigsten Herausforderungen der Elektromobilität. Es geht nicht nur darum, technische Hindernisse zu beseitigen, sondern auch darum, das elektrische Laden komfortabler und alltagstauglicher zu machen. Denn das ist eine wichtige Voraussetzung für den Marktdurchbruch. Große Zusammenschlüsse von Energieversorgern und Akteuren der Automobilindustrie arbeiten daran, ein europaweites Schnellladenetz zu etablieren.

Auch die Verteilnetze sind auf den Aufschwung der Elektromobilität optimal vorzubereiten. Start-ups und etablierte Unternehmen setzen deshalb schon heute ihre Innovationskraft ein, um die Potenziale der Digitalisierung konsequent zu nutzen und smarte Technik wie Steuerungssoftware in den Netzen einzusetzen. Damit kann der Ausbaubedarf reduziert werden.

Freies Parken für E-Autos

Elektroautofahrer in Hamburg jedenfalls freuen sich über einen weiteren Vorteil: Sie dürfen an allen Parkscheinautomaten und Ladestationen kostenfrei parken. Möglich macht dies das Elektromobilitätsgesetz, das ermäßigtes oder gar gebührenfreies Parken für elektrisch betriebene Fahrzeuge erlaubt. Wer hingegen sein Auto mit Verbrennungsmotor auf diesen Sonderparkflächen abstellt, muss damit rechnen, dass es abgeschleppt wird.

(Quelle: Energiewende direkt – Ausgabe 16/2017)

Städteumfrage zu Elektromobilität startet

Was können Kommunen tun, um die Einführung der Elektromobilität zu fördern und welche Unterstützung benötigen Städte und Gemeinden, um Elektromobilität im kommunalen Alltag zu etablieren?

Um das herauszufinden, haben das Fraunhofer ISI und die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie GmbH (NOW) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eine bundesweite Befragung von Kommunen gestartet.

Die Zulassungszahlen von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen steigen derzeit deutlich an. Alle Prognosen gehen davon aus, dass sich dieser Trend verstetigen und weiter verstärken wird. Für die meisten Städte und Gemeinden in Deutschland sind damit ganz neue Herausforderungen und Chancen verbunden. Die Ergebnisse der Umfrage sollen dabei helfen, die Aktivitäten vor Ort zu erfassen, Schwierigkeiten bei der Einführung zu bestimmen und Maßnahme zur Unterstützung zu entwickeln. Die kommunalen Spitzenverbände Deutscher Städtetag (DST) und Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB) unterstützen die Umfrage.

Warum kein Elektroauto?

Volvo kündigte gestern das Ende des Verbrennungsmotors in seinen Fahrzeugen an. Ab 2019 soll jedes neue Volvo-Modell einen Elektromotor haben. Doch wie sehen die Verbraucher Elektrofahrzeuge? Laut einer aktuellen Studie von Bearing Point und PP:Agenda besteht seitens der deutschen Autokäufer zwar großes Interesse an Elektrofahrzeugen – das Potenzial wird aber nicht ausgeschöpft.

Die Anzahl der Elektroautos auf deutschen Straßen ist aktuell noch sehr gering. Allerdings sind Potenzial und das Interesse an Elektromobilität in Deutschland entgegen der weitläufigen Meinung groß – etwa zwei Drittel der Studienteilnehmer ziehen beim Autokauf Elektrofahrzeuge in Betracht oder schließen es nicht aus. Worin besteht dieser Dissens zwischen Interesse und Kaufentscheidung und was muss seitens Industrie und Politik getan werden, um das bestehende Potenzial auszuschöpfen?  BearingPoint und PP:AGENDA, eine der führenden Kommunikationsagenturen für eMobility, haben für diese Studie 500 Deutsche befragt, die innerhalb der nächsten 12 Monate die Anschaffung eines neuen Autos planen.

Kernergebnisse der Studie:

  • Die Mehrheit der Befragten kann sich absehbar den Kauf eines E-Autos vorstellen – 2/3 zieht den Kauf in Betracht oder schließt diesen nicht aus.
  • Bei deutschen Verbrauchern besteht ein enormes Informationsdefizit. Weniger als 10 Prozent der Befragten gibt an, zum Gesamtthemenkomplex Elektroauto sehr gut informiert zu sein.
  • Öffentliche Fördermittel wie Umweltprämie oder Kfz-Steuerbefreiung sind dem Großteil der Befragten (eher) unbekannt, dabei hätten Fördermittel einen signifikanten Beitrag zur Kaufentscheidung: Knapp 90 Prozent gaben an, dass Umweltprämie und Befreiung von der Kfz-Steuer ihre Kaufentscheidung positiv oder zumindest teilweise beeinflussen würden.
  • Neben bekannten Hemmnissen wie mangelnde Reichweite, hoher Anschaffungspreis und fehlende Ladeinfrastruktur sind vor allem die lange Ladedauer und Unsicherheiten bezüglich der Betriebskosten Barrieren für eine Marktdurchdringung.
  • Bislang fehlt es an ganzheitlichen Angeboten. So wünschen sich über 70 Prozent der Befragten als Zusatzangebot zum Elektroauto eine bundesweit gültige Ladekarte. Die Mehrheit der Befragten interessiert sich zudem für eine Koppelung mit der eigenen Energieversorgung oder zumindest mit Ökostromangeboten. Auch die Produktbündelung und Vergünstigungen in themennahen Konsumangeboten wie beispielsweise Anreizsysteme im Einzelhandel werden überwiegend als interessant eingestuft.

Über die Studie
An der quantitativen Befragung nahmen 500 Personen aus Deutschland teil, die innerhalb der nächsten zwölf Monate die Anschaffung eines neuen Autos (Neu- oder Gebrauchtwagen) planen.  Die Studie ist unter dem folgenden Link verfügbar: https://www.bearingpoint.com/de-de/unsere-expertise/insights/e-auto/

(Quelle: it-zoom.de und bearingpoint.com)

Landesregierung beschließt Förderung – BW soll bei Elektromobilität führend werden

Die grün-schwarze Landesregierung baut die Förderung der Elektromobilität weiter aus. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. Eine bestimmte Gruppe soll besonders gefördert werden.Bis zum Jahr 2021 soll es in Baden-Württemberg möglich sein, flächendeckend Elektrofahrzeuge nachzuladen. Dazu werden 2.000 Ladesäulen aufgebaut, sodass überall im Umkreis von zehn Kilometern eine Strom-Lademöglichkeit erreichbar ist.

Des weiteren wird die Umrüstung von Bussen und Taxis auf Elektro-, Hybrid- oder Brennstoffzellen-Antriebe unterstützt. Auch für Pflege- und Sozialdienste mit ihren bedeutenden Fahrzeugflotten hat Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) Fördermittel zur Umstellung in Aussicht gestellt. „Gemeinnützige Institutionen, insbesondere Pflege- und Sozialdienste, unterhalten bedeutende Fahrzeugflotten und sollen ebenfalls eine Förderung erhalten“, sagte er.

Zentrum für Entwicklung

Besonders für Wirtschaftsunternehmen aus dem Mittelstand, die neue Entwicklungen in Richtung Elektromobilität hervorbringen, gibt es ebenfalls Fördergelder. Insgesamt 43,5 Millionen Euro will das Land in den nächsten vier Jahren für diese Initiative ausgeben. Damit soll, so hat es der grüne Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann formuliert, Baden-Württemberg zum Zentrum für die Entwicklung von Elektromobilität in Deutschland werden.

Mobilitätstag Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken

Die Zukunft nicht verpassen. Baden-Württemberg und Bayern sind deutschlandweit Vorreiter, was Elektromobilität und deren Ausbau im Verkehr angeht. Zu diesem Thema finden auch in diesem Jahr wieder die Mobilitätstage der Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken statt. Am 23.- 24. Juni 2017 können Interessierte die Gelegenheit nutzen, um sich über Elektromobilität zu informieren und Elektroautos Probe zu fahren. Experten […]

Wann rechnet sich ein E-Auto? Online-Kostenrechner Elektromobilität jetzt verfügbar

Die Elektromobilität ist angesichts von Dieselskandal und der Diskussion um Fahrverbote in aller Munde. Dennoch fehlt Verbrauchern bisher die Möglichkeit, konkret und individuell auszurechnen, welche Vorteile ein Elektrofahrzeug im Vergleich zum konventionellen Pkw hinsichtlich Kosten und Umwelt hat.

Vor diesem Hintergrund hat das Öko-Institut einen Onlinerechner entwickelt, der ab heute allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung steht. Der Rechner erlaubt einen Vergleich der Gesamtkosten für private Nutzer vom Kauf über die Nutzung bis zum Verkauf des Fahrzeugs. Zudem stellt das Online-Tool die CO2-Bilanz von verschiedenen elektrischen und konventionellen Fahrzeugen gegenüber.

Der Rechner ermöglicht es, auf Basis von voreingestellten, praxisnahen Werten typische Fahrzeuge einer Klasse zu vergleichen. Darüber hinaus können Nutzer zahlreiche individuelle Anpassungen vornehmen – etwa die pro Jahr gefahrenen Kilometer, den persönlichen Kraftstoffverbrauch oder die Art des Strombezugs angeben.

Zum Kostenrechner des Öko-Instituts für privat genutzte Elektrofahrzeuge

Beispielrechnung „Kleinwagen in der Stadt“

Konkrete Fahrzeugbeispiele veranschaulichen die Analysen, die mit dem Onlinerechner möglich sind. Wer sich beispielsweise für Fahrten in der Stadt einen elektrischen Kleinwagen statt einem konventionellen anschafft, kann über einen Zeitraum von acht Jahren rund 2.500 Euro und circa sieben Tonnen CO2 einsparen.

In der Beispielrechnung verglichen die Experten des Öko-Instituts zwei Kleinwagen mit Elektro- und Ottomotor. Diese werden jeweils 9.000 Kilometer pro Jahr gefahren und insgesamt acht Jahre lang genutzt. Die Gegenüberstellung zeigt: Insbesondere die Energiekosten sind beim elektrischen Fahrzeug deutlich günstiger. Hier gibt der Halter insgesamt rund 2.400 Euro für den Fahrstrom aus, während es 6.800 Euro für Benzin sind. Trotz der höheren Kosten für die Anschaffung des Elektrofahrzeugs – 21.000 Euro statt 12.000 Euro für den Benziner  –  schneiden Elektro-Kleinwagen dank Kaufprämie und geringerer Werkstattkosten besser ab.

„Auch die Treibhausgas-Bilanz der Elektrischen fällt positiv aus“, betont Sven Kühnel, Experte für Elektromobilität am Öko-Institut. “In unserem Beispiel stößt der Benziner über die gesamte Haltedauer von acht Jahren rund 14 Tonnen CO2 aus, ein Elektrofahrzeug beim derzeitigen Strommix in Deutschland nur rund vier Tonnen.“ Allerdings betonen die Experten des Öko-Instituts, dass die Herstellung von Elektroautos aufwändiger ist. So entstehen bei der Produktion eines Elektro-Kleinwagens rund drei Tonnen CO2-Äquivalente mehr als bei der eines Kleinwagens mit Benzinmotor.

Elektrofahrzeuge in privater Nutzung – Vorteile wachsen

Rund 40 Prozent der neuen Elektro-Pkw werden heute privat zugelassen. Immer mehr private Autokäufer sind bereit, die neue Technologie auszuprobieren. Für Autobesitzer mit einer Lademöglichkeit am Wohnort ist das Laden des Fahrzeugs unkompliziert. Sie können die Batterie über Nacht an einer Wallbox in der heimischen Garage wieder aufladen. In größeren Städten steht zudem ein wachsendes Netz an öffentlichen Ladepunkten zur Verfügung. Außerdem haben Nutzer von Elektrofahrzeugen ungehinderten Zugang in die Umweltzonen der Städte und erhalten in manchen Städten weitere Privilegien wie gesondert ausgewiesene oder kostenfreie Parkmöglichkeiten.

Der Online-Rechner wurde im Rahmen der Begleit- und Wirkungsforschung zum Programm Schaufenster Elektromobilität durch den  Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) beauftragt und beruht auf einer umfassenden Studie zur Wirtschaftlichkeit der Elektromobilität. Der Rechner ergänzt das Angebot für gewerbliche Fahrzeuge, welches das Öko-Institut und der VDE Mitte des vergangenen Jahres vorgestellt hatten.

Kostenrechner des Öko-Instituts für privat und gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge

(Quelle: Öko-Institut – 16.05.2017)