Triff uns am 09.Sept. beim Brackenheimer Herbsttreff

Am Sonntag, den 9. September wird unser Verein im Rahmen des Herbstfestes beim Elektromobilitätstag in Brackenheim zwischen 10:00 – 18:00 Uhr präsent sein. Neben einem E-Auto werden wir auch ein (E-)Lastenrad dabei haben. Wir freuen uns über spannende Gespräche und laden Sie herzlich zu unserem Stand auf dem Eichbrunnenplatz ein.

„Mobilität im Ländlichen Raum gemeinsam gestalten“ in Waiblingen

Auf Einladung der Akademie Ländlicher Raum und der Landesregierung Baden-Würrtemberg waren 2 Mitglieder des Vereines EHF mit einem Infostand vor Ort.Die gut besuchte Veranstaltung wurde u.a. begleitet durch die Herren Minister Winfried Hermann und Peter Hauk. Interessante Fachvorträge verbunden mit anschliessender Diskussion füllten das Vormittagsprogramm. Akteure aus vier Praxisforen berichteten nach der Mittagspause über ihre Erfahrungen in Sachen Bürgerbus, E-Mobilität in Kommunen, Erreichbarkeit von Gesundheitsdienstleistungen sowie Interkommunale Zusammenarbeit .Mit einer weiteren Talkrunde und einem Fachvortrag konnten die beiden Mitglieder einige neue Erkenntnisse zur Weitergabe mit nach Hause nehmen. Angereist war man natürlich mit einen Elektrofahrzeug welches vor Ort an einer der 4 vorhandenen Ladesäulen aufgeladen werden konnte.

Fastned eröffnet die erste Schnellladestation in Deutschland

Fastned eröffnet heute seine erste Station in Deutschland. Die Schnellladestation liegt an der Autobahn A3 in Limburg an der Lahn und verfügt über mehrere 350 kW Lader. Mit diesen ist es den Fahrern von Elektroautos möglich, ihre Autos über 100 Mal schneller als zu Hause zu laden, und auch mit einem Elektroauto weite Distanzen zurückzulegen. Der Bürgermeister der Stadt Limburg an der Lahn, Dr. Marius Hahn, und Bart Lubbers, Mitgründer von Fastned, werden die Station offiziell eröffnen.

Fastned hat das Ziel in Europa ein Netzwerk von über 1.000 Schnellladestationen zu errichten, wovon mehrere Hundert in Deutschland liegen werden. Die ikonischen Stationen befinden sich an verkehrsreichen Standorten entlang Autobahnen und in Städten. Mit diesem Netzwerk gibt Fastned den Fahrern von Elektroautos die Freiheit, durch ganz Europa zu reisen. Fastned betreibt derzeit 73 Stationen in den Niederlanden und bereitet sich auf den Ausbau seines Netzwerks in weitere Nachbarländer vor, unter anderem nach Großbritannien und Belgien. Bis zum Ende des Jahres sollen in Deutschland 18 Stationen eröffnet werden.

Mit dem Aufbau eines solchen Netzwerks an Schnellladestationen reagiert Fastned auf die exponentiell steigende Anzahl an Elektroautos in Europa. Als Resultat der fallenden Batteriepreise kommen immer mehr bezahlbare Elektroautos mit einer größeren Batterie und mehr Reichweite auf den Markt. Dies macht es möglich, mit dem Auto weitere Distanzen zurückzulegen, erhöht aber auch den Bedarf für Schnellladeinfrastruktur, mit deren Hilfe diese Autos zügig wieder aufgeladen werden können. Dank dieser Stationen wird das Laden immer vergleichbarer mit dem Tanken, nur dass die Energie dafür von Sonne und Wind stammt.

Bart Lubbers, Mitgründer von Fastned: „Nach der erfolgreichen deutschen Energiewende kommt nun die deutsche Autowende. In den nächsten Jahren werden die deutschen Autobauer wie Porsche, Audi, Volkswagen, BMW und Mercedes voll elektrische Modelle auf den Markt bringen, die mit hoher Leistung laden können. Das ist eine große Herausforderung und zugleich Chance für die Automobilindustrie und Ladeunternehmen wie Fastned. Gemeinsam mit Gemeinden, Grundeigentümern und Zulieferern bauen wir die Ladeinfrastruktur, die benötigt wird um diese Autos mit der Kraft aus Sonne und Wind laden zu können.”

Dr. Marius Hahn, Bürgermeister der Kreisstadt Limburg an der Lahn: „Die erste Schnellladestation von Fastned außerhalb der Niederlande ist für den Standort Limburg ein echter Gewinn und unterstreicht die Bestrebungen, die Bedingungen für eine Mobilität ohne Verbrennungsmotor spürbar zu verbessern. Herzlichen Dank, dass die Entscheidung für Limburg fiel. Wir wünschen der neuen Station so viele Ladevorgänge, dass eine Erweiterung auf weitere Ladeplätze möglichst zügig folgt.“

Bei Fastned können die Batterien aller voll elektrischen Autos ultra-schnell geladen werden. Das Dach der Station besteht aus Solarmodulen. Der gesamte Strom, den Fastned bereitstellt, stammt aus erneuerbarer Sonnen- und Windenergie. Der Ladevorgang kann durch die Fastned App oder mit einer Ladekarte gestartet werden. Die Abrechnung erfolgt über Ladekarte, EC-Karte oder Kreditkarte.

Die Stationen werden mit insgesamt 4,1 Mio. Euro aus dem BMVI Programm Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gefördert.

(Quelle: fastned.nl/de)

BMVI fördert Beschaffung von Brennstoffzellenfahrzeugen

Mit einem neuen Aufruf im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Anschaffung von Brennstoffzellenfahrzeugen und zugehöriger Betankungsinfrastruktur. Insgesamt stehen bis zu 15 Millionen Euro für die Projektförderung in diesem Aufruf zur Verfügung.

Gefördert werden Brennstoffzellenfahrzeuge, die als Pkw in Fahrzeugflotten oder als Busse im Linienverkehr des öffentlichen Personenverkehrs eingesetzt werden. Bei der Förderung von PKW mit Brennstoffzellenantrieb müssen mindestens drei Fahrzeuge pro Antrag beschafft werden. Die Mindestanzahl kann durch die Bildung eines regionalen Beschaffungsverbunds erreicht werden. Zusätzlich zur Beschaffung von Brennstoffzellenbussen kann die passende Betankungsinfrastruktur gefördert werden. Voraussetzung dafür sind Anschaffung und Betrieb von insgesamt mindestens zehn Bussen. Zur Versorgung einer Tankstelle ist im Rahmen dieses Aufrufes auch die Investition in einen Elektrolyseur zur Herstellung von Wasserstoff förderfähig. Entsprechend der Förderrichtlinie muss der Elektrolyseur mit Strom aus erneuerbaren Quellen betrieben werden.

Anträge zur Förderung von Brennstoffzellenfahrzeugen und Betankungsinfrastruktur im Rahmen dieses Förderaufrufs müssen bis zum 30.06.2018 eingereicht werden.

Der Förderaufruf steht ab sofort auf der NOW-Homepage zur Verfügung:
www.now-gmbh.de/de/aktuelles/presse/bmvi-foerdert-beschaffung-von-brennstoffzellenfahrzeugen

Anträge können über das easyonline Portal eingereicht werden: www.foerderportal.bund.de/easyonline

Mobilität im ländlichen Raum gemeinsam gestalten

Die Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg, das Verkehrsministerium Baden-Württemberg und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg laden zur Tagung „Mobilität im Ländlichen Raum gemeinsam gestalten“ am 28.06.2018 in Waiblingen ein.

Von 9.30 Uhr bis 16.45 Uhr finden Fachvorträge, Talkrunden und Praxisforen im Bürgerzentrum Waiblingen statt. Der Eintritt ist kostenlos. Es wird um eine Anmeldung bis zum 21. Juni 2018 gebeten, über das Anmeldeformular im Flyer oder online unter folgendem Link.

Michael Ruprecht von e-mobil BW wird zum Thema „Elektromobilität in Kommunen effektiv umsetzen und unterstützen“ einen Einblick in die Arbeit der Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive geben. Die Entwicklung der ländlichen Räume und die dortige Mobilität müssen zusammen gedacht werden. Wichtig sind dabei die Einbeziehung aller Mobilitätsformen, die Abstimmung vieler Partner und die Nutzung neuer Technologien. Die Veranstaltung soll zeigen, wie Mobilitätsmodelle für den Ländlichen Raum in Zukunft aussehen und wie erfolgreiche Modellprojekte in die Fläche übertragen werden können. Der Austausch soll Anregungen aus Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft ermöglichen.

Programmflyer der Tagung

Internetseite zur Veranstaltung

Der Verein EHF auf der Exkursion zur Hannover Industrie Messe

Auch im Sommersemester 2018 ist die Exkursion zur Hannover Industrie Messe ein fester Bestandteil der Vorlesung „Elektromobile Systeme“ im Studium Generale der Hochschule Heilbronn. Mit dabei waren zum ersten Mal die Gasthörer unseres Vereins Elektromobilität Heilbronn-Franken (EHF). Gesponsert von der eMobil BW GmbH trafen Studierende und EHF-Mitglieder unter der Leitung von Herrn Prof. Daberkow gegen 11.00 auf dem Messegelände ein (Bild 1).

Die Begrüßung am Stand des Landes Baden-Württemberg (Bild 2) erfolgte durch den Vertreter der eMobil BW GmbH, Herrn Lutz Engel (Bild 3). Danach wurden die Gäste aus Heilbronn über den Stand und zu verschiedenen Ausstellern geführt (Bild 4). Gestärkt durch ein Lunchpaket verblieb dann noch Zeit, auf der Messe individuelle Schwerpunkte zu setzen.

Nach Dampfmaschine, Fließband und Elektronik soll der Wirtschaft nun die vierte Revolution bevorstehen : Industrie 4.0 ist auch ein Megathema auf der Messe. Fahrerlose Transportsysteme (Bild 5) kommunizieren und disponieren selbstständig, Logistikexperten sollen durch Datenbrillen mit Virtueller Realität (VR) wirkungsvoll unterstützt werden. Elektromobile Kleinfahrzeuge werden auch eine wichtige Rolle in der urbanen Logistik spielen – viele Automobilzulieferer entwickeln Cargo-Radsysteme und erweitern ihr Portfolio in diese sehr leichte Fahrzeugklasse (Bild 6). Besuche bei Ladeinfrastrukturanbietern (Bild 7) zeigen, dass man hier den großen Schub erst um das Jahr 2020 erwartet, wenn weitere deutsche Hersteller wie VW, Porsche und Mercedes ihre neuen Elektrofahrzeug-Baureihen in großen Stückzahlen in den Markt bringen.

Die aktiven Mitglieder der Arbeitskreise Kommunikation bzw. Forschung können nun die neu gewonnenen Erkenntnisse und Kontakte in die Vereinsarbeit einfließen lassen. Das Bild 8 zeigt unser Vereinsmitglied Herrn Reinhard Stiefel und Bild 9 Herrn Dieter Leipold. Gegen 17:00 fuhr die Gruppe nach Heilbronn zurück. Auch im Sommer 2019 ist wieder diese Exkursion geplant.

(Bilder 1,2,3,8,9 Stiefel, Bilder 4,5,6,7 Daberkow)

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Aktionstage Elektromobilität 20.-21.04.2018

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken lädt Sie im Rahmen der Solar- und Energietage 2018 am Freitag 20.04.2018 ab 15:00 Uhr herzlich ein zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Entwicklung der Elektromobilität in der Region Heilbronn-Franken“. In der Expertenrunde werden Vertreter der Automobilbranche, des Energieversorgers und der Verwaltung diskutieren, welche Chancen die Verbreitung der Elektromobilität in der Region bringt und welche Herausforderungen und Hemmnisse bewältigt werden müssen. Erreichen möchten wir einen Austausch von persönlichen Erfahrungen begeisterter Elektromobilisten sowie Informationen zur zukünftigen Verbreitung der Elektromobilität in der Region Heilbronn-Franken. Wir geben Ihnen dabei die Gelegenheit, die Mobilität der Zukunft kennenzu lernen. Am Samstag, 21.04.2018 veranstaltet die Handwerkskammer in ihrem Bildungs- und Technologiezentrum im Industriegebiet Böllinger Höfe eine Fahrzeugschau Elektromobilität. Zahlreiche Aussteller präsentieren ihre aktuellen Angebote an Hybrid- und Elektrofahrzeugen, Motorrädern, Roller und E-Bikes.

Der Eintritt ist frei.

 

Podiumsdiskussion

Freitag, 20.04.2018 von 15:00 bis 17:00 Uhr

15:00 Uhr: Grußwort: Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer Heilbronn-Franken

15:10 Uhr: Keynote: Michael Ruprecht, e-mobil BW GmbH

15:30 Uhr: Diskussion; Moderation: Michael Ruprecht, e-mobil BW GmbH

17:00 Uhr: Ausklang der Veranstaltung bei einem gemütlichen Vesper

Diese Experten nehmen an der Podiumsdiskussion teil:

  • Kreishandwerksmeister Michael Szabo als Vertreter des Handwerks
  • Lars Ehrenfeld als Vertreter des Energieversorgers ZEAG
  • Burkhard Snapa vom Autohaus Hagelauer als Elektromobilist und Vertreter der Autohäuser
  • Florian Baasch, Stadt Heilbronn, Stabstelle Stadtentwicklung und Zukunftsfragen
  • Vorstand des Vereins Elektromobilität Heilbronn-Franken e.V.

Erlebniswelt Elektromobilität

Samstag, 21. April 2018 von 9:00 bis 15:00 Uhr

Angesprochen werden bei dieser Autoschau Handwerker aller Gewerke, die ihre Fahrzeugflotte auf Elektroautos umrüsten möchten. Ebenso wollen wir Elektroinstallateure über den rasch wachsenden Markt an Ladeinfrastruktur informieren sowie Privatpersonen für alle Arten elektrischer Antriebe begeistern. Zahlreiche Autohäuser verschiedenster Fabrikate stellen ihre Fahrzeuge aus und für Probefahrten zur Verfügung. Erfahrene Elektromobilisten beraten Sie, wie Sie sich im Alltag praktisch und umweltfreundlich fortbewegen können.

 

Vorträge:

10:00 bis 10:45 Uhr Netzintegration der Elektromobilität: Fachinformation für das Elektrohandwerk und interessierte Nutzer

Tomislav Boras, ZEAG Energie AG

11:00 bis 11:45 Uhr Elektrofahrzeuge im Alltag: Anleitung, Tipps und Erfahrungsbericht

Burkard Snapa, Autozentrum Hagelauer

12:00 bis 12:45 Uhr Ladeinfrastruktur für Elektromobilität in Verbindung mit Photovoltaik

Bernd Dittmann, Widmann Energietechnik GmbH

 

Wir freuen uns, Sie auf der Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Handwerkskammer Heilbronn-Franken.

Elektromobilität Heilbronn-Franken e.V. beteiligt sich am „Freiburger Appel zum Klimaschutz“

Kongress Energieautonome Kommunen 2018
1. + 2.2.2018, Messe Freiburg

Kongress Energieautonome Kommunen verabschiedet „Freiburger Appel zum Klimaschutz“

Dokument fordert für Koalitionsverhandlungen: „Klimaschutz ist nicht verhandelbar – Klimaziele 2020 umsetzen“ – Kongress mit zahlreichen Beispielen für kommunal erfolgreich umgesetzte Energiewende

Freiburg, 02. Februar 2018 – Mit der Verabschiedung des „Freiburger Appell zum Klimaschutz“ ging heute nach zwei Tagen der 7. Kongress Energieautonome Kommunen (EAK) auf dem Freiburger Messegelände zu Ende. Im Hinblick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen fordern die Unterzeichner von CDU/CSU und SPD, sich endlich konsequent für den Klimaschutz einzusetzen und mit effektiven Maßnahmen dafür zu sorgen, dass die Klimaziele für 2020 und 2030 erreicht werden.

Der EAK zeigte mit über 50 vorgestellten Projekten, wie die Energiewende auf kommunaler Ebene bereits erfolgreich umgesetzt wird. „Aber wenn die Kohleverstromung auf nationaler Ebene nicht deutlich reduziert wird, werden alle Klimaschutzerfolge auf lokaler Ebene wieder zunichte gemacht“, resümiert Dr. Harald Schäffler, der fachliche Kongressleiter.

Zentrales Anliegen des Kongresses Energieautonome Kommunen war der fachliche Austausch zwischen den Akteuren der lokalen Energiewende mit dem Ziel, die Umsetzung der Energiewende zu beschleunigen. Hierfür stellten über 50 Referenten in zwölf Praxisforen ihre Projekte und Lösungen für die Bereiche, Strom, Effizienz, Wärme und Verkehr vor. Über 220 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzten die Gelegenheit, sich zu vernetzen und Erfahrungen auch über Ländergrenzen hinweg auszutauschen.

Die intensiven Diskussionen des EAK fanden ihren Niederschlag in dem Freiburger Appell. Die Unterzeichnet vertreten das ganze Spektrum der kommunalen Energiewende, darunter sind Kommunen, Stadtwerke, Bürgerenergiegenossenschaften, Wohnungswirtschaft, Forschungseinrichtungen, Gewerbe, Handwerk, Dienstleistungsunternehmen, Technologieunternehmen, Vereine, Initiativen und Verbände.

In dem Appell stellen die Unterzeichner fest: „Klimaschutz, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz reduzieren dauerhaft Energiekosten, schaffen Arbeitsplätze und sichern die Zukunft der nachfolgenden Generationen. Das beweisen die Akteure auf kommunaler Ebene im Strom-, Wärme- und Verkehrsbereich in tausenden von Initiativen und Projekten. Die ungebremste weitere Kohleverstromung hingegen konterkariert all diese Initiativen und Projekte auf kommunaler Ebene.“

Verschleppter Klimaschutz koste Milliarden, so der Appell. Kosten, mit denen vor allem die Bürger, Kommunen, Firmen und Organisationen belastet werden, die die Energiewende seit Jahren finanzieren und auf kommunaler Ebene umsetzen. Deshalb fordern die Unterzeichner, dass die Klimaschutzziele für 2020 nicht verschleppt werden dürfen, sondern effektive und nachhaltige Maßnahmen beschlossen werden müssen, mit denen die Ziele für 2020, 2030 und 2050 umgesetzt werden können.

In der Sektorkopplung von Strom, Wärme und Mobilität sehen die Initiatoren des Freiburger Appells enorme Effizienzpotentiale, insbesondere auf lokaler Ebene. Deshalb fordern die Unterzeichner „die Beendigung der ungleichen steuerlichen Belastung des Stromsektors im Vergleich zum Verkehrs- und Wärmesektor durch die Einführung einer wirkungsvollen CO2- Abgabe auf alle Energieträger. Mit den Einnahmen aus der CO2-Abgabe sollen im Gegenzug bestehende Steuern, Abgaben und Umlagen, wie zum Beispiel die EEG-Umlage, die Stromsteuer und die Energiesteuer auf Heizöl und Heizgas, finanziert und dadurch die Verbraucher entlastet werden.“

In Kreisen, Städten und Gemeinden stehen Millionen Gebäude für die Energiewende zur Verfügung. Deshalb fordert der Appell, den Ausbau der Erneuerbare Energien auch verbrauchsnah auf kommunaler Ebene zu forcieren, anstatt nur Ausschreibungen für Großanlagen auf nationaler Ebene unter Netzeinspeisevorbehalt zu planen. Denn dieser Ausbau könne sofort und ohne zusätzlich Netzausbaukosten für die Bürgerinnen und Bürger realisiert werden. Hierfür fordern die Unterzeichner die Beseitigung der regulatorischen Hemmnisse insbesondere für Mieterstrom und für private, kommunale und gewerbliche Gebäudeeigentümer.

Veranstalter des Kongresses Energieautonome Kommunen sind die Solar Promotion GmbH, die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG sowie der fesa e.V. Erstmals als Mitveranstalter fungierte schäffler sinnogy aus Freiburg. Geschäftsführer Dr. Harald Schäffler hat 2018 die fachliche Kongressleitung übernommen.

Den Freiburger Appell mit allen unterzeichnenden Institutionen und Personen ist hier abrufbar.

„Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“: Bundesregierung veröffentlicht Förderrichtlinien für alternative Antriebe

Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen ihres Sofortprogramms „Saubere Luft 2017-2020“ belastete Städte und Kommunen durch neue Förderrichtlinien für mehr schadstoffarme Fahrzeugflotten, die Umstellung auf alternative Antriebe und mehr Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität. Dafür wurden heute im Bundesanzeiger die aktualisierte Förderrichtlinie Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), und die neue Richtlinie „Elektro-mobil“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur Förderung und Entwicklung der Elektromobilität veröffentlicht.

Mit der aktualisierten Förderrichtlinie Elektromobilität fördert das BMVI die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und die dafür erforderliche Ladeinfrastruktur. Das Antrags- und Bewilligungsverfahren wurde vereinfacht, so dass die Projekte noch schneller umsetzbar sind. Zudem soll das Förderprogramm finanziell aufgestockt werden. Anträge können ab sofort bis 31. Januar 2018 eingereicht werden.

Unterstützt werden kommunale Fahrzeugflotten, zum Beispiel Abfall-Entsorgungsfahrzeuge, und der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), zum Beispiel Elektrobusse. Die Beschaffung von Elektrofahrzeugen im Taxigewerbe und bei Car-Sharing-Unternehmen wird ebenfalls gefördert. Antragsberechtigt sind neben Kommunen auch Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, zum Beispiel Lieferdienste, Handwerker, soziale Kranken- und Pflegedienste – sofern die Kommune bestätigt, dass das geplante Vorhaben Teil eines kommunalen Elektromobilitätskonzeptes ist.

Die neue gemeinsame Förderrichtlinie von BMUB und BMWi zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich Elektromobilität hat das Ziel, die energie- und klimapolitischen Potenziale der Elektromobilität zu erschließen und gleichzeitig die Wettbewerbsposition deutscher Industriebranchen zu stärken.

Im Kontext des Sofortprogramms wird auf Basis dieser Förderrichtlinie die Beschaffung gewerblich genutzter Elektrofahrzeuge (zum Beispiel Handwerker, Lieferdienste, Taxibetriebe) unterstützt, die nicht Teil eines kommunalen Elektromobilitätskonzepts sind. Die zweite Säule ist die Förderung von Projekten, die Ladekomfort, Verfügbarkeit und Auslastung von Ladeinfrastruktur verbessern und mobile Elektroauto-Batterien intelligent an das Stromnetz anbindet, zum Beispiel durch Lastmanagement. Dadurch kann Ladeinfrastruktur im urbanen und ländlichen Raum kurzfristig entstehen, zum Beispiel auf Betriebshöfen, in Parkhäusern, Low Cost Ladeinfrastruktur und Mobile Metering-Ladepunkten. Ein konkretisierender Förderaufruf folgt.

Über das Sofortprogramm „Saubere Luft 2017-2020“

Der Bund hat auf dem zweiten Kommunalgipfel am 28. November 2017 mit dem „Sofortprogramm Saubere Luft“ ein Maßnahmenpaket für bessere Luft in Städten aufgelegt. Für das Sofortprogramm steht ab sofort 1 Milliarde Euro bereit. Gegenstand des Programms sind Maßnahmen für die Elektrifizierung des urbanen Verkehrs und die Errichtung von Ladeinfra-struktur, für die Digitalisierung von Verkehrssystemen sowie zur Nachrüstung von Diesel-Bussen im ÖPNV mit Abgasnachbehandlungssystemen. Alle Maßnahmen sollen bis 2020 Wirkung entfalten. Das Sofortprogramm soll soweit möglich auf Grundlage der bestehenden Förderrichtlinien des Bundes umgesetzt werden. Bestehende Förderprogramme werden finanziell aufgestockt.

 

15.12.2017 | Pressemitteilung Nr. 383/17 | Luftreinhaltung
Gemeinsame Pressemitteilung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

eMERGE II: 400.000 Kilometer rein elektrisch

  • Forschungsprojekt zur Elektromobilität erfolgreich beendet
  • 2,8 Millionen Euro Förderung durch das BMVI
  • 122 Elektrofahrzeuge von Mercedes-Benz beteiligt
  • Abschlussveranstaltung nach fast dreijähriger Projektlaufzeit

Berlin. Wie bewährt sich Elektromobilität in der Praxis? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Forschungsprojekts eMERGE II, das von Januar 2015 bis September 2017 durchgeführt wurde. Insgesamt nahmen 122 Pioniere der Elektromobilität daran teil und legten innerhalb des Projekts rund 400.000 Kilometer rein elektrisch zurück. Dabei wurden rund 620 GB Fahr- und Ladedaten gesammelt und regelmäßige Teilnehmerbefragungen durchgeführt. Diese stehen der Entwicklungsabteilung der Daimler AG und der universitären Forschung zur Verfügung.

Der mehrjährige Praxistest wurde im Erich-Klausener-Saal des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin feierlich abgeschlossen. Mehr als 50 Zuhörer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik folgten den Vorträgen der Projektpartner, die ihre Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt vorstellten und ihre Erfahrungen mit den Kunden diskutierten. Im Rahmen des Flottentests arbeiteten fünf Kooperationspartner aus Industrie und Forschung zusammen, um das Fahrverhalten der Teilnehmer zu analysieren und den Markterfolg der Elektromobilität weiter voranzutreiben. Partner waren die Daimler AG, das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS), die RWTH Aachen, die TU Berlin (mit den Fachgebieten ODS, SWT, WIP) und die Universität Siegen. Gefördert wurde das Projekt eMERGE II im Programm Modellregionen Elektromobilität des BMVI mit 1,9 Millionen Euro. Beide eMERGE-Projekte erhielten Fördermittel in Höhe von 2,8 Millionen Euro. Koordiniert wurden die Projekte von der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW GmbH).

Die gewonnenen Daten sind wichtiger Bestandteil der Entwicklung zukünftiger batterieelektrischer Fahrzeuge. Analysiert wurden

  • die mechanischen Belastungen im Fahrzeug. Die realen Fahrdaten helfen, Entwicklungsvorgaben zu validieren.
  • Geschäftsmodelle sowie Kommunikationsstrategien, die dazu beitragen, die Elektromobilität langfristig am Markt zu etablieren.
  • Infrastruktur-Daten, die in konkrete Handlungsempfehlungen an die öffentliche Hand zur zielgerichteten Förderung und Allokation von Ladesäulen mündeten.

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär, erklärte aus Sicht des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Wir wollen mehr Mobilität bei weniger Emissionen. Deshalb unterstützen wir Projekte, die sich mit alternativen Antrieben befassen. Das Projekt eMERGE ist wegweisend: Die hier gewonnenen Daten sind wertvoll für die Entwicklung zukünftiger batterieelektrischer Fahrzeuge.“

An eMERGE II nahmen insgesamt 122 Privatkunden und Unternehmen aus ganz Deutschland mit Elektrofahrzeugen von Mercedes-Benz teil. Der rein elektrische B 250 e (Stromverbrauch gewichtet: 16,6 kWh/100 km, CO2-Emissionen: 0 g/km) und die Plug-in-Hybrid-Modelle C 350 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,1 l/100 km, Stromverbrauch gewichtet: 11,0 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 48 g/km) und E 350 e (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,1 l/100 km, Stromverbrauch gewichtet: 11,5 kWh/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 49 g/km) wurden mit einem Datenlogger ausgerüstet, der das tägliche Fahrverhalten der Kunden aufzeichnete. Darüber hinaus haben Mitarbeiter der Universitäten die Teilnehmer regelmäßig in Interviews und mit Fragebögen befragt.

eMERGE II war die Weiterentwicklung von eMERGE. In diesem Vorgängerprojekt wurde von Mai 2013 bis Juni 2015 untersucht, wie sich die Elektromobilität optimal in die Verkehrssysteme und den Alltag integrieren lässt. Der Schwerpunkt damals lag bei der Analyse des Fahr- und Ladeverhaltens von 146 Privat- und Geschäftskunden des smart fortwo electric drive aus Berlin, Potsdam und Nordrhein-Westfalen, die während der Projektzeitraums über eine Million Kilometer zurücklegten.

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(Bild: E350 e Exklusiv, designo diamantweiss, Nappa Nussbraun/Espressobraun)